MSV kann den frühen Rückstand beim BVB II nicht mehr drehen

Thorsten Richter
Konnte beim MSV nicht überzeugen: Pierre De Wit.
Konnte beim MSV nicht überzeugen: Pierre De Wit.
Foto: imago
Im West-Derby der 3. Liga gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund musste sich der MSV Duisburg nach dem frühen Dortmunder Treffer in der 8. Minute mit 0:2 geschlagen geben. Die Mannschaftsleistung war insgesamt eher durchwachsen.

Duisburg. Die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund hat sich in der 3. Fußball-Liga mit einem 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den MSV Duisburg weitere Luft zu den Abstiegsrängen verschafft.

Für den Zweitliga-Absteiger war es dagegen die erste Niederlage nach sechs Spielen. Vor 4564 Zuschauern gelang am Samstag Tim Treude (9.) das Führungstor für Dortmund. Nach dem Seitenwechsel drückte Duisburg stark auf den Ausgleich. Mitte der zweiten Halbzeit vergab Kingsley Onuegbu eine Großchance für den MSV. Kurz danach köpfte der Dortmunder Evans Nyarko an die Querlatte. In der Nachspielzeit markierte Tim Väyrynen (90.+2) den Endstand.

Duisburg fällt vom siebten auf den achten Rang

Das 1:0 fiel nach einem Eckball, den Oguzhan Kefkir per Kopf zu Treude weiterleitete, der dann ebenfalls per Kopf vollendete. Duisburg wirkte anfangs ungeordnet und fand erst allmählich ins Spiel. Die einzige echte Tormöglichkeit für die Gäste besaß Deniz Aycicek (37.).

Beim entscheidenden 2:0 nutzte der Finne Väyrynen einen Patzer von Gäste-Torwart Michael Ratajczak. Dortmund kletterte durch den Sieg um drei Ränge auf Platz elf. Duisburg fiel vom siebten auf den achten Tabellenrang zurück. (dpa)

Die MSV-Einzelkritik - dreimal Note 5 für schwache Duisburger 

Michael Ratajczak: War beim 0:1 machtlos. Hatte in der 39. Minute Glück, dass Tammo Harder seinen Ausflug nicht per Lupfer mit dem 0:2 bestrafte. Ansonsten wenig geprüft. Note: 4.

Phil Ofosu-Ayeh: Im ersten Durchgang hielt er sich mit seinen gefürchteten Tempogegenstößen noch zurück, drehte nach der Pause aber wie das gesamte Team auf. Hatte Pech, dass Zlatan Alomerivc seinen Knaller noch entschärfen konnte (72.). Bei ihm war der Siegeswille immer erkennbar. Note: 3+.

Matthias Kühne: Knickte beim Aufwärmen um, stellte sich aber mit einer dicken Bandage um den Knöchel zur Verfügung. Wurde beim 0:1 überrascht, weil zuvor Zoundi patzte und kam deshalb gegen Tim Treude zu spät(8.). Note: 3-.

Branimir Bajic: Kurz vor dem Pfostenschuss Harders ließ sich der Kapitän tunneln (19.). Das war allerdings die einzige Unsicherheit des ansonsten zweikampfstarken Abwehrchefs. Wichtiger Blockgegen Harder (82.). Note: 3.

Aycicek konnte im ersten Durchgang Akzente setzen

Christian Eichner: Gehörte auch in den ersten 45 Minuten zu den wenigen Lichtblicken. Warf sich in jeden Zweikampf und war um einen konstruktiven Spielaufbau bemüht. Note: 3.

Nikolas Ledgerwood: Erwischte einen rabenschwarzen Tag, gewann kaum Zweikämpfe. Offenbarte nach einer Ecke Ayciceks technische Mängel bei der Direktabnahme, als er den Ball unbedrängt neben das Tor schoss. Note: 5.

Tanju Öztürk: Die Arbeitsbiene räumte vor der Abwehr auf und unterband einige gefährliche Konter durch Einsatz und ein gutes Stellungsspiel. Konnte dem Spiel aber auch nicht den entscheidenden Schub geben. Note: 4.

Deniz Aycicek: War im ersten Durchgang der einzige Offensive, der mal Akzente setzte. Donnerte eine Volleyabnahme aber knapp vorbei (37.). Musste seinem hohen Tempo Tribut zollen. Für ihn kam Athanasios Tsourakis (61.), der nur 120 Sekunden später Alomerivc zu einer Glanztat zwang. Kassierte seine fünfte Gelbe Karte. Note: 4+.

Zoundi vollkommen wirkunslos

Pierre De Wit: Hatte seine Gelbsperre abgesessen und übernahm die Position des gesperrten Kevin Wolze. Hatte seine erste Aktion erst n der 45. Minute, als er einen Freistoß neben das Gehäuse bugsierte. Von einem Mann seines Kalibers darf man deutlich mehr erwarten. Note: 4-.

Kingsley Onuegbu: Der Sturmtank hatte es auf dem tiefen Boden schwer, beweglich zu sein und die Bälle zu verteilen. Vergab in der 67. Minute alleine vor Alomerovic die Großchance, als er nur das Außennetz traf. Note: 5.

Patrick Zoundi: Das 0:1 ging auf seine Kappe, weil er nach einer Ecke nicht in den Luftkampf mit Neuzugang Evans Owusu Nyarko ging, der dann Torschütze Treude bediente. Vorne vollkommen wirkungslos. Note: 5.

Gerrit Wegkamp: Kam noch vor der Pause für den erneut schwachen Ledgerwood. Nach einer Eingewöhnungsphase, in der viele Bälle nicht den Mann fanden, steigerte er sich und gehörte zu den Wenigen, die den Abschluss suchten. Note: 4-.

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

BVB II - MSV Duisburg 2:0 (1:0)