Duisburg

MSV Duisburg vollzieht Umbruch in der zweiten Reihe

Kingsley Onuegbu (links) verlässt den MSV, Stanislav Iljutcenko bleibt zwei weitere Jahre.
Kingsley Onuegbu (links) verlässt den MSV, Stanislav Iljutcenko bleibt zwei weitere Jahre.
Foto: Roland Weihrauch / dpa

Duisburg.  Der Blick auf die Liste der Spieler, die Fußball-Zweitligist MSV Duisburg am Sonntag im Rahmen des Saisonfinales gegen den FC St. Pauli verabschieden wird, gibt zwangsläufig Aufschluss über die Einkaufsliste, die MSV-Sportdirektor Ivica Grlic naturgemäß unter Verschluss hält. Der MSV wird mindestens einen Torwart, mehrere Außenverteidiger und mindestens einen Mann für die Innenverteidigung verpflichten. Der Verein vollzieht einen Umbruch in der zweiten Reihe.

Gespräche mit Wiegel

Mit Nico Klotz, Tugrul Erat und Dan-Patrick Poggenberg erhalten gleich drei Außenverteidiger keinen neuen Vertrag beim MSV. Diese Position entpuppte sich im Saisonverlauf als Achillesferse. Während Kapitän Kevin Wolze auf der linken Seite eine Bank war, versuchten sich auf der rechten Seite gleich fünf Spieler. Mittlerweile ist Andreas Wiegel hinten rechts Stammkraft. Ob Wiegel beim MSV bleibt, ist noch offen. Die Verhandlungen laufen noch.

Während Innenverteidiger Branimir Bajic (38) am Sonntag erwartungsgemäß seine Abschiedsvorstellung geben wird, freut sich Thomas Blomeyer (22) auf zwei weitere Jahre beim MSV. Der frühere Ingolstädter überzeugte in der 3. Liga, hatte in dieser Saison jedoch einen schweren Stand. „Wir erwarten von ihm nun den nächsten Schritt“, hofft Ivica Grlic, dass Blomeyer den Konkurrenzkampf in der Defensive anheizt. Dazu erhält Youngster Marius Krüger (19) hingegen keine Gelegenheit mehr. Seinen Vertrag wird der MSV nicht verlängern.

Stürmer Stanislav Iljutcenko, der 2015 aus Osnabrück kam, legte seine stärkste Saison im MSV-Trikot hin und weckte damit auch das Interesse anderer Klubs. Am Ende kam ein neuer Zwei-Jahres-Vertrag zustande. „Stana ist mit 27 Jahren im besten Fußballer-Alter“, erwartet Grlic, dass der Deutsch-Russe in der kommenden Spielzeit an seine guten Leistungen anknüpfen wird.

Der King geht ohne Groll

Kingsley Onuegbu wäre ebenfalls gerne beim MSV geblieben, der 32-Jährige erhielt jedoch keinen neuen Vertrag mehr. Der Nigerianer stand beim MSV für den Neubeginn nach dem Lizenzentzug im Jahr 2013. Der King, der sich auch abseits des Platzes zum Publikumsliebling entwickelte, geht ohne Groll. Nach dem Pauli-Spiel will er die Mannschaft zum Essen einladen.

Wie viel sich auf der Torhüter-Position bewegen wird, hängt davon ab, ob der Wechsel von Mark Flekken zum Bundesligisten SC Freiburg oder zu einem anderen Interessenten zustande kommen wird. Bislang steht nur fest, dass Daniel Zeaiter die Zebras nach zwei Jahren wieder verlassen wird.

Der 23-Jährige trägt das schwere Los eines dritten Torhüters. Zeaiter kam lediglich zu 45 Ligaspielminuten – in der Hinrunde in Regensburg, als Mark Flekken zur Pause verletzt ausschied. „Für Daniel Zeaiter ist es jetzt wichtig, dass er Spielpraxis erhält. Er hat sich bei uns sehr gut entwickelt. Es ist für ihn nun der richtige Weg“, stellt ihm Grlic ein gutes Zeugnis aus.

Kandidaten für den Platz zwischen den Pfosten gibt es naturgemäß zu genüge. Auf dem Markt ist mittlerweile auch Philipp Klewin vom Drittliga-Absteiger Rot-Weiß Erfurt. Dem 24-Jährigen lagen in der Winterpause bereits Angebote aus der Bundesliga und der 2. Liga vor, er blieb jedoch bei den Thüringern. Nun erklärte Klewin, dass er nicht in der Regionalliga spielen wird und eine neue Herausforderung sucht.

Flekken wieder im Training

Der zuletzt verletzte Mark Flekken stieg derweil am Mittwoch ins Mannschaftstraining ein. Der Niederländer hofft, am Sonntag gegen St. Pauli am Start zu sein.

 

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