MSV Duisburg studiert im Trainingslager die Fünferkette ein

Sebastian Neumann kam aus Würzburg als Führungsspieler zum MSV.
Sebastian Neumann kam aus Würzburg als Führungsspieler zum MSV.
Foto: Dirk Retzlaff

St. Johann. Zum Thema Fünferkette in der Abwehr hatte Ilia Gruev in diesen Tagen Gesprächsbedarf. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg las in dieser Zeitung etwas von Ahmet Engin als Rechtsverteidiger. „Er ist kein Rechtsverteidiger“, so Gruev, der dann aber doch einräumte, dass Engin in der Rückwärtsbewegung dieser Kette hinten rechts seiner Arbeit nachgeht – und dabei vermutlich auch Angriffe des Gegners abwehrt.

Um die taktisch-philosophische Diskussion abzukürzen: Der MSV studiert in diesen Tagen in Österreich ein neues System ein. Dabei ist eine defensive Fünferkette nicht neu. Sie kam in der vergangenen Saison bereits vereinzelt zum Einsatz – unter anderem beim für die Zebras im Abstiegskampf so wichtigen 0:0 bei Union Berlin.

Beim MSV geht es um Stabilität

Diese Variante stand auch schon vor Jahresfrist in St. Johann auf dem Trainingsplan. Doch diesmal hat es den Anschein, dass die sportliche Leitung der Meidericher sich mit mehr Ernsthaftigkeit dieser taktischen Variante widmet.

Das Herzstück dieser Abwehrformation ist die Innenverteidigung, die aus drei Spielern besteht. Das würde dem Trainer zumindest in diesem Bereich eine unangenehme und harte Entscheidung ersparen. Denn mit Neuzugang Sebastian Neumann, der von den Würzburger Kickers als Kapitän und Führungsspieler kam, ist ein weiteres „Schwergewicht“ beim MSV Duisburg an Bord. Gerrit Nauber und Dustin Bomheuer waren in der letzten Saison das Stammduo. Mit der Fünferkette könnte Gruev gleich allen drei Verteidigern einen Startplatz bescheren. Ob das zwingend notwendig ist, ist die andere Frage. Es geht beim MSV nicht darum, möglichst viele Stammkräfte glücklich zu machen, sondern die in der letzten Saison fragile Abwehr zu festigen.

Wolze und Wiegel liegen vorn

Auf den Außenbahnen dürfte es im Hinblick auf den Saisonstart am 6. August in Dresden keine großen Überraschungen geben. Und tatsächlich: Ahmet Engin drängt sich als Rechtsverteidiger derzeit nicht auf. Hier liegt Andreas Wiegel aktuell vorne. Neuzugang Yanni Regäsel muss nicht nur den krankheitsbedingten Rückstand aufholen. Er war zuletzt mehrere Monate ohne Verein, sodass er ohnehin schon beim Arbeitsantritt in Duisburg großen Nachholbedarf hatte.

Auf der linken Abwehrseite ist Kevin Wolze ohnehin gesetzt. Der Koreaner Young-jae Seo wird ihm vorerst nicht den Rang ablaufen. Und Defensivallrounder Enis Hajri war in den letzten Tagen mehr innen als außen innerhalb der Verteidigung unterwegs.

 
 

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