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Duisburg

MSV Duisburg steht bei Darmstadt 98 unter Zugzwang

Stanislav Iljutcenko (links) schoss den MSV im Februar in Darmstadt zum 2:1-Sieg.
Foto: firo / Christian Kaspar-Bartke
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Duisburg.  Die Reisegruppe des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, die sich am Donnerstag auf den Weg nach Darmstadt machte, war größer als sonst. Ein 19. Spieler war mit an Bord, da Innenverteidiger Gerrit Nauber weiterhin stündlich Vater werden kann und im Fall der Fälle kurzfristig nach Hause fahren darf. Somit ist offen, ob der Abwehrspieler am Freitag um 18.30 Uhr im dritten Ligaspiel des MSV beim SV Darmstadt 98 zur Verfügung steht.

Die Zebras unternehmen am Freitag den dritten Versuch, um in der laufenden Zweitliga-Saison etwas Zählbares einzufahren. Im Februar gewann der MSV durch ein spätes Tor von Stanislav Iljutcenko am Böllenfalltor mit 2:1.

Dieses Ergebnis würden naturgemäß alle Duisburger sofort unterschreiben. Gute Resultate verbuchte der MSV schon in den ersten beiden Ligaspielen. In den Spielstatistiken von Ballbesitz bis zur Zweikampfquote lagen die Zebras vorne. Die Verantwortlichen nutzten das Datenmaterial gerne, um zu belegen, dass grundsätzlich viele Dinge in die richtige Richtung laufen. Das bringt aber nichts, wenn am Ende trotzdem eine Niederlage zu Buche steht. Deshalb sagt MSV-Trainer Ilia Gruev auch: „Wir spielen nicht in der Daten-Bundesliga.“

Gastgeber Darmstadt 98 hat durch den 1:0-Auftaktsieg gegen den SC Paderborn 07 immerhin schon drei Punkte auf dem Konto. Beim Sieg gegen den Aufsteiger waren die Hessen in nahezu allen Statistiken unterlegen. Nur die Zweikampfquote – 59 Prozent der Duelle Mann gegen Mann gingen an die Lilien – sprach für die Darmstädter. Auch deshalb betont Ilia Gruev, dass er einen „sehr kampfbetonten Gegner“ erwartet.

Die Darmstädter spielten in der vergangenen Saison nach dem Bundesliga-Abstieg bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg in die 3. Liga. Trainer Dirk Schuster, der im Saisonverlauf sein Comeback auf der Bank gab, rettete die Mannschaft somit auf den letzten Metern. Nun wollen die Darmstädter eine sorgenfreie Saison ohne Abstiegsangst bestreiten. In der Rückrundentabelle belegten die Hessen in der vergangenen Saison den vierten Platz – daran möchten die 98er, die am zweiten Spieltag beim FC St. Pauli mit 0:2 verloren, gerne anknüpfen.

Dirk Schuster spielte bislang mit einem 4-2-3-1-System mit Neuzugang Serdar Dursun, der aus Fürth kam, als Spitze. Dies legt nahe, dass der MSV, der auf die Unterstützung von rund 700 Schlachtenbummlern bauen kann, mit einer Viererkette verteidigen wird. MSV-Trainer Ilia Gruev verweist zudem auf die schnellen Flügelspieler der Darmstädter. Auf den Außenbahnen sorgen Ex-Zebra Marcel Heller sowie Joevin Jones für Alarm.

Auch Dirk Schuster erwartet ein Duell, das im Zeichen des Kampfes stehen wird. „Duisburg wird so auftreten, wie wir es bereits aus der vergangenen Rückrunde kennen: sehr kompakt, sehr lauf- und zweikampfstark. Das ist eine ehrliche Mannschaft, die keinen Ball verloren gibt“, sagte Schuster in dieser Woche.

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Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

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