MSV Duisburg kann mit dem Remis gegen Bielefeld gut leben

Borys Tashchy (Zweiter von links) und Kevin Wolze retteten dem MSV mit ihren Toren einen Punkt. Enis Hajri (links) und Ahmet Engin (rechts) beteiligen sich am Jubel nach dem 2:2.
Borys Tashchy (Zweiter von links) und Kevin Wolze retteten dem MSV mit ihren Toren einen Punkt. Enis Hajri (links) und Ahmet Engin (rechts) beteiligen sich am Jubel nach dem 2:2.
Foto: Lars Heidrich

Duisburg..  Schon wieder Kevin Wolze. „Ich glaube nicht, dass es viele Linksverteidiger gibt, die in sechs Spielen sechs Tore schießen“, merkte Ilia Gruev, Trainer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg, nach dem 2:2 (0:1)-Remis gegen Arminia Bielefeld an. Wolze rettete dem MSV am Samstag mit einem Traumtor einen Punkt.

Dank des Treffers des Mannschaftskapitäns per Direktabnahme in der 72. Minute konnten die Zebras ihre Serie ausbauen. Seit sieben Spielen ist der Aufsteiger nun ungeschlagen. Der MSV, der weiterhin Vierter ist, konnte den Rückstand auf den dritten Platz um einen Punkt auf zwei Zähler reduzieren. MSV-Trainer Ilia Gruev freute sich vor allem darüber, „dass wir zweimal einen Rückstand aufholen konnten“.

Von „gemischten Gefühlen“ sprach derweil Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp nach dem Match. „Wir wollten dieses Spiel gewinnen“, so der 31-Jährige. Das funktionierte am Samstag aber nicht – Bielefeld war dem Sieg am Ende näher als der MSV. „Wir können mit dem 2:2 leben. Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gemacht“ räumte MSV-Sportdirektor Ivica Grlic ein. So sah es auch Kevin Wolze. Trotz des Tores war er mit seiner eigenen Leistung nicht zufrieden. Beim Bielefelder Treffer zum 1:2 durch Patrick Weihrauch (67.) verschätzte sich der Kapitän beim Stellungsspiel.

Iljutcenko scheitert am Keeper

Die Gäste gingen in der 39. Minute mit 1:0 in Führung. Tom Schütz verwandelte einen von Lukas Fröde verursachten Freistoß aus 19 Metern unhaltbar für MSV-Torwart Mark Flekken. Kurz zuvor hatte Stanislav Iljutcenko einen Hochkaräter vergeben. Aus kurzer Distanz scheiterte er an Arminen-Schlussmann Stefan Ortega. „Ich weiß nicht, wie er den da rausgeholt hat“, hatte Abwehrspieler Enis Hajri in dieser Situation schon den Torjubel auf den Lippen gehabt. Den Treffer zum 0:1 nahm übrigens Moritz Stoppelkamp auf seine Kappe: „Ich verliere vorher der Ball. Das war mein Assist.“

Nach der Pause kam der MSV – ähnlich wie zwei Wochen zuvor gegen Heidenheim – stark zurück. Der einmal mehr starke Ahmet Engin setzte sich im Mittelfeld durch und setzte Moritz Stoppelkamp in Szene. Dessen Flanke verwertete Borys Tashchy mit einem Drehschuss zum 1:1. Den Treffer widmete er seinem Vater, der am Samstag seinen 51. Geburtstag feierte. Der Ukrainer war zudem froh, dass für ihn der Knoten platzte. Nach seinem Zehenbruch im Dezember lief er zuletzt seiner Bestform hinterher. „Das Tor war für die Mannschaft wichtig. Aber für mich war es besonders wichtig“, zeigte sich Tashchy über seinen siebten Saisontreffer erleichtert.

Hajri in Nürnberg gesperrt

Der MSV investierte nach dem Ausgleich mehr, das Tor erzielten jedoch die Gäste. Nach dem 1:2 durch Weihrauch hätte der eingewechselte Fabian Klos auf 1:3 erhöhen können, der Angreifer vertändelte jedoch den Ball.

In der Schlussphase hatte der MSV Glück, dass der schwache Schiedsrichter Martin Petersen nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte, nachdem Dustin Bomheuer Andreas Voglsammer gefoult hatte. „Da hatten wir Glück“, gab Kevin Wolze nach der Partie zu. Bielefelds Trainer Jeff Saibene ärgerte sich natürlich: „Das war ein klarer Elfmeter.“

Weniger Glück mit dem Schiri hatte Enis Hajri, der nach einem Gerangel mit Julian Börner seine zehnte gelbe Karte sah und somit für das Spiel beim 1. FC Nürnberg am kommenden Sonntag gesperrt ist. Hajri ging theatralisch zu Boden. „Er trifft mich am Kopf. Eigentlich muss er da Rot bekommen“, schilderte der 34-Jährige die Szene.

„Natürlich hätte ich mir gerne die Karte erspart und weiter geholfen, die Punkte zu holen. Aber wir haben einen breiten und guten Kader, da kann jeder jeden ersetzen“, so Hajri. Erster Kandidat dafür ist Nico Klotz, der erstmals seit dem 22. September als Einwechselspieler – für Stoppelkamp – Spielpraxis sammeln konnte. Klotz, der lange mit Fitnessproblemen außer Gefecht war, bestand den Härtetest.

 
 

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