MSV Duisburg kämpft um Trainer Runjaic vom SV Darmstadt

Am Mittwoch noch auf der Darmstädter Bank, ab Montag in Duisburg? Kosta Runjaic.
Am Mittwoch noch auf der Darmstädter Bank, ab Montag in Duisburg? Kosta Runjaic.
Foto: Getty Images
Kosta Runjaic, Trainer des Drittligisten SV Darmstadt 98, soll Nachfolger von Oliver Reck werden. Knackpunkt für den MSV: Der Verein müsste trotz der Ausstiegsklausel eine Ablösesumme an Darmstadt überweisen. Runjaic äußert sich zu einem möglichen Engagement in Duisburg zurückhaltend.

Duisburg. Ivica Grlic, beim Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg derzeit Interimstrainer und Manager in Personalunion, gibt personelle Dinge erst bekannt, wenn die Tinte auf dem Vertrag getrocknet ist. So will es der ehemalige Mittelfeldspieler der Zebras auch bei der Verpflichtung des neuen Trainers halten. Schwierig, denn am Dienstagabend sickerte nach der Aufsichtsratssitzung von Vorstandsseite die entscheidende Personalie durch. Kosta Runjaic, Trainer des Drittligisten SV Darmstadt 98, soll Nachfolger von Oliver Reck werden.

Indiskretionen beim MSV?

„Ich dementiere nichts, ich bestätige auch nichts“, so Grlic gestern verärgert bei der Pressekonferenz der Zebras. Grlic: „Sitzungen müssen intern bleiben. Wenn da was nach außen dringt, ist das nicht hilfreich. Ich erwarte Professionalität.“ Für Runjaic selbst kam die Meldung zur Unzeit auf den Markt. Am Mittwochabend coachte der 41-Jährige sein Team im Drittliga-Spiel beim SV Wehen-Wiesbaden, am Sonntag soll er am Böllenfalltor im Heimspiel gegen den FC Heidenheim auf der Bank sitzen.

Runjaic steht noch bis 2014 bei den Hessen unter Vertrag, hat aber eine Ausstiegsklausel für ein Angebot aus einer höheren Liga. Knackpunkt für den MSV: Duisburg müsste trotz der Ausstiegsklausel eine Ablösesumme an Darmstadt überweisen. „Der MSV Duisburg hat Kontakt zu uns aufgenommen, das ist richtig. Es besteht aber bislang weder eine Einigung, noch eine Zusage“, zitiert das „Darmstädter Echo“ den SV-98-Vizepräsidenten Klaus-Rüdiger Fritsch.

Runjaic selbst hält sich bislang bedeckt, äußert sich zu einem Engagement beim MSV zurückhaltend. „Ich fühle mich wohl in Darmstadt und konzentriere mich jetzt auf die nächsten beiden Partien“, so der 41-Jährige vor dem gestrigen Match an seiner alten Wirkungsstätte in Wiesbaden.

Für MSV-Spieler Ranisav Jovanovic ist Runjaic kein Unbekannter. „Er war Co-Trainer in Aalen, als ich mit Düsseldorf aus der dritten in die zweite Liga aufgestiegen bin. Bei Mainz 05 hatte ich direkten Kontakt zu ihm. Da hat er für den Cheftrainer Jörn Andersen die Videoanalyse gemacht. Runjaic legt großen Wert auf Taktik. Da müssen wir deutlich mehr herausholen.“

Scholz als Alternative

Nachdem mit dem Heidenheimer Frank Schmidt bereits zuvor ein Kandidat abgesagt hatte, gilt Runjaic als Wunschkandidat an der Westender Straße. Für den Fall, dass der Wechsel doch noch platzen sollte, wenn sich die beiden Klubs nicht einigen könnten, soll Plan B greifen. Dem Vernehmen nach gibt es Gedanken, Ex-Co-Trainer Heiko Scholz zurück zu holen. Scholz steht mit Aufsteiger Viktoria Köln derzeit an der Spitze der Regionalliga. Sein Assistent ist Ex-MSV-Stürmer Markus Kurth, der dann im Paket mitkommen könnte.

 
 

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