MSV Duisburg gewinnt in Unterzahl 3:2 gegen den SC Paderborn

Thomas Kristaniak
Markierte das 1:0 für den MSV: Timo Perthel.
Markierte das 1:0 für den MSV: Timo Perthel.
Foto: dpa
Mit einem sportlichen Erfolgserlebnis endete für den MSV Duisburg die so turbulent verlaufene Fußball-Zweitligasaison 2012/13. Vor 13.427 Zuschauern gab es in der Schauinsland-Reisen-Arena einen 3:2 (1:1)-Sieg über den SC Paderborn 07. Damit schoben sich die Zebras immerhin noch auf den elften Platz vor.

Duisburg. Ohne Druck konnten beide Mannschaften das letzte Saisonspiel angehen; der MSV war ebenso schon gerettet wie die Gäste aus Paderborn. Bei den Zebras schickte Trainer Kosta Runjaic erstmals Winter-Neuzugang Sascha Dum von Beginn an aufs Feld – als Spitze neben Sören Brandy. Außerdem kehrte Timo Perthel in die Startelf zurück. Auf der Bank nahmen dafür Julian Koch und Srdjan Baljak Platz, die vor der Partie ebenso von Geschäftsführer Roland Kentsch verabschiedet wurden wie Daniel Brosinski und Valeri Domovchiyski.

Unter den gegebenen Voraussetzungen entwickelte sich ein Spiel ohne große Dramatik, aber immerhin mit einigen unterhaltsamen Szenen. Den Anfang machte der MSV, als Timo Perthel den Ball nach zwölf Minuten aus 20 Metern unhaltbar für Gästekeeper Lukas Kruse in den rechten Winkel nagelte.In der Folge waren es dann aber zumeist die Westfalen, die für die interessanten Momente sorgten. Mahir Saglik traf nach 17 Minuten noch knapp aus Abseitsposition ins Tor; vier Minuten später zeigte dann Schiedsrichter Florian Meyer aber zur Mitte, als Paderborn gleich mehrere Stellungsfehler in der MSV-Deckung nutzte und Elias Kachunga letztlich am langen Pfosten unbedrängt zum 1:1 eindrücken konnte.

Wiedwald in höchster Not

Auch danach tauchte Paderborn öfter vor dem Duisburger Kasten auf. Zweimal war es Felix Wiedwald, der in höchster Not klären musste. Nach Wiederbeginn war dann zunächst der MSV – mit Julian Koch für den angeschlagenen Andreas Ibertsberger – am Drücker. Lukas Kruse war nun gefragt, aber bei einem satten Schuss von Koch (48.) sowie einem Freistoß von Jürgen Gjasula (51.) zur Stelle. Auch einen Schuss von Daniel Brosinski parierte er, doch der künftige Fürther war beim Abziehen von Thomas Bertels gefoult worden – Elfmeter! Branimir Bajic ließ sich nach genau einer Stunde die Chance zum 2:1 nicht entgehen und verwandelte gewohnt sicher. Aber auch diesmal hielt die Führung nicht lange: In der 70. Minute lupfte Mario Vrancic einen 18-Meter-Freistoß aus halbrechter Position zum 2:2 ins Netz. Felix Wiedwald war am Balll, sah aber nicht ganz glücklich aus.

Bajic sieht Rote Karte

Nur eine Minute später dann der nächste Nackenschlag: Branimir Bajic bremste den allein zum Tor durchstartenden Kachunga und sah dafür zurecht die Rote Karte von Schiri Meyer. Coach Kosta füllte die Lücke in der Abwehr mit der Einwechslung von Markus Bollmann, für den Kevin Wolze weichen musste. Doch trotz Unterzahl schaffte der MSV zum dritten Mal die Führung: Sören Brandy scheiterte zwar im ersten Versuch noch an Kruse, traf dann aber aus spitzem Winkel gegen seinen Ex-Klub zum 3:2 – und verzichtete danach, wie das inzwischen so üblich ist, demonstrativ auf großen Jubel.

Diesen Vorsprung retteten die Gastgeber dann schließlich über die Zeit und schafften damit einen versöhnlichen Saisonabschluss.

MSV: Wiedwald 3 – Ibertsberger 5 (46. Koch 3), Bajic 5, Bomheuer 4, Brosinski 4 – Perthel 3, Gjasula 4, Wolze 3 (73. Bollmann), Sukalo 3 – Brandy 3, Dum 5 (66. Baljak).