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MSV Duisburg gegen VfL Bochum: Derby der Enttäuschten

In der vergangenen Saison blieb der VfL Bochum mit Lukas Hinterseer (l.) gegen Kevin Wolze und den MSV Duisburg (r.) sieglos.
Foto: imago
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Bochum/Duisburg.. Déjà-vu in der 2. Fußball-Bundesliga. Heute treffen sich der MSV Duisburg und der VfL Bochum um 13 Uhr in der Duisburger Arena zum kleinen Revierderby. Diese Partie gab es auch schon im Vorjahr am zweiten Spieltag. Damals endete das Spiel 1:1 – ein Ergebnis, mit dem sich die Trainer Ilia Gruev (MSV) und Robin Dutt (VfL) diesmal nicht zufrieden geben wollen.

Wie schon im vergangenen Jahr startete der MSV mit einer 0:1-Niederlage in Dresden in die Saison. Der VfL startete damals mit einer 0:1-Niederlage gegen St. Pauli, diesmal gab es ein 0:2 gegen den 1. FC Köln. Jetzt droht beiden Teams ein klassischer Fehlstart. Deshalb lautet auf beiden Seiten die Devise: Verlieren verboten!

„Ein Derbysieg ist ein besonderes Erlebnis“, sagt MSV-Trainer Gruev. Der 48-Jährige arbeitete unter der Woche die Auftaktniederlage auf. Tenor: „Wir haben auch viele Dinge gut gemacht.“ Dass nach dem Spiel eine Diskussion über das Spielsystem aufgebrannt war, gefiel dem Trainer, der in Dresden mit einer Fünfer-Abwehrkette operiert hatte, nicht. „Es lag nicht am System“, bekräftigt Gruev.

Ob er gegen den VfL zum klassischen 4-4-2-System zurückkehren oder erneut seinem defensiven Quintett vertrauen wird, lässt Gruev offen. Er will sich am Gegner orientieren und sich die Option für Überraschungs-Effekte bewahren.

Dies gilt auch für die Besetzung in der Offensive. In Dresden blieben die Stürmer John Verhoek und Borys Tashchy hinter den Erwartungen zurück. Damit könnte Neuzugang Richard Sukuta-Pasu, der beim Saisonstart gesperrt fehlte, nun seine Chance erhalten. Der 28-Jährige spielte früher für den VfL Bochum – das könnte den Stürmer heute zusätzlich motivieren.

An der Einstellung wird es bei den Gastgebern, bei denen alle Spieler an Bord sind, ohnehin nicht mangeln. Kapitän Kevin Wolze: „Wir wollen unseren Fans einen Heimsieg schenken.“

Aber das will der VfL Bochum mit aller Macht verhindern. Von Nervosität, gar Unruhe war in der Woche nichts zu spüren, eher vom Willen, die Auftaktpleite gutzumachen. „Die Liga“, sieht sich Sportvorstand Sebastian Schindzielorz nach den Ergebnissen am ersten Spieltag bestätigt, „ist wieder sehr ausgeglichen“. Umso wichtiger ist es da, nicht zu Beginn schon den Anschluss zu verlieren.

So ist man in Bochum auf allen Ebenen bemüht, das Lob für die ansehnliche Leistung gegen den Aufstiegsfavoriten Köln in richtige Bahnen zu lenken. „Dafür gibt es keine Punkte“, stellt Trainer Robin Dutt ein paar Tage nach der 0:2-Niederlage klar. Zwei Niederlagen in Folge – das wäre vor der Heimpartie gegen den SV Sandhausen ein echter Stimmungskiller.

Der Bochumer Trainer sieht einen „gewissen Druck“ sowohl beim MSV als auch beim VfL. „Wir wollen und müssen in Duisburg jetzt unbedingt gewinnen“, sagt er klipp und klar. Auch VfL-Routinier Patrick Fabian, der sich im Team stets auch für den mahnenden Zeigefinger zuständig sieht, fordert erneut höchsten Einsatz: „Wir müssen dort alle unsere Qualitäten abrufen, sonst wird es schwer.“

Gegen Duisburg holperte es in den vergangenen Jahren, es gab zwei unansehnliche Remis und eine Niederlage. „Wir haben etwas gutzumachen“, fordert Fabian mit Blick auf die Fans: „Das Revierderby ist immer immens wichtig.“

Möglich, dass Dutt der selben Startelf vertraut wie gegen Köln, die in der ersten Halbzeit nur im Abschluss Schwächen zeigte. Allerdings sprach der VfL-Trainer auch von „ein, zwei Kniffen“, die man in petto habe. Denkbar ist etwa, dass Kapitän Stefano Celozzi diesmal beginnt und Jan Gyamerah auf die Bank muss.

Verzichten muss der VfL weiterhin auf den potenziellen Spielgestalter Sebastian Maier. Der vom Bundesligisten Hannover 96 gekommene Neuzugang wird nach einer Innenbanddehnung im Knie erst in der kommenden Pokal-Woche wieder eine Option sein.

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Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

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