MSV Duisburg: Dieser Routinier hat sich die Rückennummer 10 geschnappt

Fabian Schnellhardt strahlt im Trainingslager des MSV Duisburg in St. Johann Gelassenheit aus.
Fabian Schnellhardt strahlt im Trainingslager des MSV Duisburg in St. Johann Gelassenheit aus.
Foto: Dirk Retzlaff

Duisburg.. Fabian Schnellhardt musste fast 24 Stunden warten. „Ich hatte mich gestern hier auch erwartet“, lachte der Mittelfeldspieler des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg am Samstag beim Pressetermin im Trainingslager in St. Johann. Wie berichtet fiel der Plausch mit dem 24-Jährigen aus, weil der MSV den Vertrag mit Lukas Fröde verlängert hatte. Das war wichtiger.

Schnellhardt wartete gerne. Er freut sich, dass sein Mittelfeldpartner länger an Bord bleibt. „Wir ergänzen uns perfekt. Unsere Stärken und Schwächen gleichen sich aus.“ Mittlerweile verstehen sich beide auch gut. Das war früher anders, als Fröde und Schnellhardt 12, 13 Jahre alt waren. „Lukas spielte in Jena, ich in Erfurt. Da war auch ein bisschen Hass im Spiel. Wir haben uns auf dem Feld richtig beleidigt.“

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Das ist lange her, beide Mittelfeldstrategen sind zwar immer noch jung, aber trotzdem längst erwachsen. Schnellhardt ist zudem seit drei Wochen verheiratet. Jetzt soll auch im sportlichen Bereich ein weiterer Schritt nach vorne gelingen.

Im ersten Jahr nach dem Aufstieg etablierte sich Schnellhardt, der in der 3. Liga überragend war, in der höheren Spielklasse als Stammkraft, aber noch nicht als Figur, der dem Spiel den Stempel aufdrückt. Der Mann mit der feinen Technik bestach in der vergangenen Saison mit einer starken Ballbehandlung. Nur fehlte häufig die Inspiration für die Mannschaft. Schnellhardt war zu selten der Mann, der den Unterschied ausmachte, der Spiele gewinnen konnte.

Kein Tor, nur zwei Vorlagen

Nun durfte sich Schnellhardt, der zuletzt die Rückennummer 23 trug, zur neuen Saison eine neue Nummer aussuchen. Jetzt trägt „Schnelli“ die 10. Ausgerechnet die 10, die klassische Spielmachernummer. So etwas verpflichtet. Der frühere Kölner will die Sache aber nicht zu hoch hängen. „Entscheidend ist das, was im Trikot drinsteckt“, sagt Schnellhardt.

Trotzdem will er in der neuen Saison die Rolle des Spielmachers und Führungsspielers stärker ausfüllen. Seine Statistik aus der vergangenen Spielzeit zeigt Schnellhardts Dilemma auf: kein Torerfolg, nur zwei Vorlagen, „Da muss mehr kommen“, ist Schnellhardt selbstkritisch.

Die Vorbereitung lief für ihn bislang nicht nach Wunsch. Ein Virusinfekt mit Fieber warf ihn zwischenzeitlich aus der Bahn. Im Trainingslager in St. Johann ist Fabian Schnellhardt aber wieder mit vollem Pensum am Ball. „Die Sache war ärgerlich. Er ist mit hervorragenden Fitnesswerten in die Vorbereitung eingestiegen. Der Infekt hat ihn zurückgeworfen“, sagt Trainer Ilia Gruev. Der Coach macht sich allerdings keine Sorgen, dass es für Schnellhardt mit dem Ligastart in Dresden am 6. August eng werden könnte.

Kein Wechsel geplant

Laut Schnellhardt muss sich auch niemand Sorgen machen, dass er zum Ende der Sommertransferfrist Ende August noch von Bord gehen wird. „Davon gehe ich nicht aus“, sagt Schnellhardt, der noch bis Sommer 2020 in Duisburg unter Vertrag steht. Fabian Schnellhardt lacht: „Es sei denn, Bayern München ruft noch an.“

Vorher sollte er aber seiner neuen Rückennummer gerecht werden. Am Ende wäre es für Schnellhardt perfekt, wenn im Trikot auch das drinsteckt, was draufsteht.

 
 

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