MSV Duisburg erwartet zum Derby gegen den BVB II über 15.000 Fans

Thomas Tartemann
Der MSV Duisburg  hofft auch im Heimspiel gegen Borussia Dortmunds U23 auf große Unterstützung von den Rängen.
Der MSV Duisburg hofft auch im Heimspiel gegen Borussia Dortmunds U23 auf große Unterstützung von den Rängen.
Foto: Getty Images
Bleibt der MSV in der Erfolgsspur? Am Dienstagabend kommt die U23 von Borussia Dortmund nach Duisburg. Markus Bollmann (Rotsperre) und Michael Ratajczak (Faserriss) fehlen den Zebras. Kevin Wolze hofft, „dass sich die jungen Borussen von der tollen Kulisse beeinflussen lassen“.

Duisburg. Ohne Innenverteidiger Markus Bollmann, der nach seiner Roten Karte aus dem Erfurt-Spiel wegen „grober Unsportlichkeit“ für zwei Begegnungen gesperrt wurde, und ohne den verletzten Stammkeeper Michael Ratajczak (Faserriss) versucht der MSV Duisburg am Dienstagabend ab 19 Uhr (live in unserem Ticker), seinen guten Lauf in der 3. Liga fortzusetzen.

„Ich habe meinen Spielern gesagt, dass unser 3:1 bei Rot-Weiß Erfurt ohne entsprechendes Nachlegen nichts bringt. Die Mannschaft wird gegen Borussia Dortmunds U 23 Vollgas geben“, kündigt Zebracoach Karsten Baumann an. Über 15.000 Fans werden sich davon überzeugen, ob der fast vorbereitungslose MSV den zweiten Teil der englischen Woche ebenso durchpowert wie den Auftakt in Erfurt.

Viel auszusetzen hatte Baumann rückblickend nicht. „Im Steigerwaldstadion haben wir viele Dinge richtig gemacht. Wir haben sehr gut verteidigt, den ballführenden Gegner immer unter Druck gesetzt. Es war wichtig, möglichst schnell nach vorne zu kommen. Auch da haben wir uns sehr gut durchgesetzt. Der Konter zum 3:0 über Patrick Zoundi und Kingsley Onuegbu war traumhaft.“

Baumann sah bei Wolzes Schwanenjubel „ein Nilpferd“

Gleiches galt für das zweite MSV-Tor, das Kevin Wolze nach Hacken-Vorlage vom „King“ unter die Latte zirkelte. „Ich wünsche mir natürlich, dass Kevin weiter so torgefährlich ist“, sagt der Trainer und nimmt dabei weitere Jubel-Choreos seines Leistungsträgers in Kauf. „Ich habe nach diesem Schwanenjubel ein Bild gesehen, das etwas anders auf mich wirkte. Für mich sah das aus wie ein Nilpferd“, schmunzelt Baumann.

Kevin Wolzes Idee, die aus einer Absprache mit dem zu Union Berlin gewechselten Kumpel Sören Brandy entstanden ist, kam bei den Duisburger Teamkollegen und den Fans gut an. Am Montag brachte Wolze die Schwanen-Tanzeinlage einer Kindergruppe näher, die momentan in der Fußballschule am Trainingsgelände zu Gast ist. Wolze marschierte vorweg, die Kids „schwanten“ hinterher. „Es kann sein, dass ich beim nächsten Treffer wieder etwas in der Richtung mache“, so Wolze.

Der 23-Jährige kann ziemlich gut einschätzen, was auf den MSV am Abend zukommt. „Ich habe selbst in der Reservemannschaft des VfL Wolfsburg gespielt und weiß wie Zweitvertretungen drauf sind. Wir müssen dagegenhalten und denen sofort den Schneid abkaufen. Ich hoffe natürlich, dass sich die jungen Borussen von der tollen Kulisse beeinflussen lassen.“

Feisthammel in der Innenverteidigung?

Coach Karsten Baumann macht sich heute noch Gedanken, „ob wir dem einen oder anderen Spieler eine Pause gönnen.“ Bei Wolze scheint eine Verschnaufpause nicht angebracht. „Ich fühle mich gut“, sagt der Publikumsliebling. In der Innenverteidigung könnte neben Kapitän Branimir Bajic der zuletzt im defensiven Mittelfeld platzierte Tobias Feisthammel auflaufen. „Er hat die Rolle nach Bollmanns Platzverweis in Erfurt übernommen und ist eine sehr gute Alternative“, findet Baumann. Zweite Option: Matthias Kühne. Baumann: „Er hat das in den bisherigen Einsätzen gut gemacht.“

Keine Sorgen macht sich der 43-Jährige im Torwartbereich, wo Marcel Lenz für den verletzten Michael Ratajczak sein Startdebüt geben wird. „Marcel strahlt Ruhe aus. Er hat bisher in jeder Einheit gezeigt, was er drauf hat. Ich freue mich für Marcel, dass er sich gegen Dortmund beweisen kann.“