MSV Duisburg erreicht Viertelfinale im Niederrheinpokal

Dirk Retzlaff
Die Pokalpartie des MSV gegen Bösinghoven war bis weit in die zweite Halbzeit hinein hart umkämpft.
Die Pokalpartie des MSV gegen Bösinghoven war bis weit in die zweite Halbzeit hinein hart umkämpft.
Foto: WAZ FotoPool
Fußball-Drittligist MSV Duisburg gewann das Achtelfinal-Duell im FVN-Pokal gegen den Oberligisten TuS Bösinghoven mühsam mit 3:0 (0:0). Es dauerte 72 Minuten, bis Pierre De Wit mit seinem Treffer den Bann brach. Auch Athanasios Tsourakis und Markus Bollmann trafen vor 2100 Zuschauern im Homberger PCC-Stadion.

Duisburg. Der Stadionsprecher positionierte sich vor dem Spiel eindeutig: „Wir wollen ins Viertelfinale.“ Da der TuS Bösinghoven am Mittwoch im FVN-Pokal-Achtelfinalspiel gegen den Drittligisten MSV Duisburg im Homberger PCC-Stadion Heimrecht hatte, kam der Mann am Mikrofon folglich vom Oberligisten. Im Viertelfinale steht nun jedoch der MSV, allerdings machte Bösinghoven den Zebras das Leben schwer. Erst in den letzten 20 Minuten setzten sich die Duisburger durch und siegten am Ende vor 2100 Zuschauern mit 3:0 (0:0).

Fuat Kilic auf der Tribüne

Der eingewechselte Pierre De Wit brach für die Zebras den Bann. Der Mittelfeldspieler traf aus kurzer Distanz in der 72. Minute zur Duisburger Führung. Danach hatte der MSV leichtes Spiel. Athanasios Tsourakis erhöhte in der 82. Minute auf 2:0. Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Innenverteidiger Markus Bollmann, der – wieder einmal per Kopf – das 3:0 erzielte.

Der Weg zum Erfolg war beschwerlicher, als MSV-Trainer Karsten Baumann sich das vorher vorgestellt hatte. Der Drittligist war unter den Augen von Fuat Kilic – der Assistent von Milan Sasic spionierte für das Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken am Samstag (14 Uhr) – im ersten Durchgang klar überlegen, brachte aber das Kunststück fertig, gleich dreimal Latte oder Pfosten zu treffen. Erst ein Kopfball von Kingsley Onuegbu (24.), dann ein Freistoß von Kevin Wolze (30.) und schließlich ein 30-Meter-Kracher von Maximilian Güll – immer knallte die Kugel ans Aluminium.

MSV-Torwart Ratajczak verhindert Gegentreffer

Das hätte sich rächen können, denn Bösinghoven versteckte sich nicht, sondern agierte mutig. MSV-Keeper Michael Ratajczak fischte den Ball nach einem Distanzschuss von Lukas van den Bergh aus der Gefahrenzone.

Nach der Pause spielte der MSV Duisburg auch gegen die Uhr – eine Verlängerung wollten sich die Zebras um jeden Preis ersparen. Doch Kevin Wolze und Matthias Kühne blieben der Duisburger Linie aus der ersten Halbzeit treu. Sie testeten die Stabilität des anderen Tores und trafen jeweils die Latte. Doch nach dem Treffer von Pierre De Wit hatte das Duisburger Bangen ein Ende.

Tsourakis krönte seine Leistung

Für Mittelfeldspieler Patrick Zoundi war die Partie nach knapp einer halben Stunde beendet. Bei einem Foul von Mehmet Oezer zog sich Zoundi eine Fleischwunde zu. Der Spieler musste sich in die Buchholzer Unfallklinik begeben.

Für Zoundi kam Athanasios Tsourakis ins Spiel. Tsourakis hatte sich im letzten Pokalspiel verletzt – gestern meldete er sich im Wettbewerb zurück. Mit seinem Treffer zum 2:0 krönte er seine Leistung.

TuS Bösinghoven - MSV Duisburg 0:3 (0:0)

Bösinghoven: Kalomoiris – van den Bergh, Oezer, Klemt, Klinger – Akarca (78. Armen), Galster (82. Nomura) – Purisevic, Orlean (65. Pappas), Czajor – Dauser.

MSV Duisburg: Ratajczak – Ofosu-Ayeh, Bollmann, Kühne, Güll – Bajic – Yesilyurt (66. Dum), Wolze, Zoundi (29. Tsourakis) – Orsula (58. De Wit), Onuegbu.

Tore: 0:1 De Wit (72.), 0:2 Tsourakis (82.), 0:3 Bollmann (90+2)

Gelbe Karten: Oezer, Akarca – Bajic, Wolze.

Schiedsrichter: Bandurski (Essen).

Zuschauer: 2100

So geht’s weiter: MSV Duisburg – 1. FC Saarbrücken (Sa., 19. Oktober, 14 Uhr/live in unserem Ticker).