Duisburg

MSV Duisburg erreicht 40-Punkte-Marke nach 0:0 gegen St. Pauli

Nils Balke
Ein Abstieg in die Dritte Liga ist für den MSV Duisburg nur noch rechnerisch möglich. Die Zebras feiern mit dem Punktgewinn gegen den abstiegsbedrohten FC St. Pauli das Erreichen der wichtigen 40-Punkte-Marke und haben nun, zwei Spieltage vor dem Ende der Saison, sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Duisburg. Die 40-Punkte-Marke galt beim MSV Duisburg stets als Kriterium für den Klassenerhalt. Das hatten Spieler und Verantwortliche immer wieder betont. So wollte sich in den vergangenen Wochen auch niemand in Sicherheit wiegen, ehe die rechnerischen Zweifel vollends beseitigt sind.

Mit einer kleinen tabellarischen Unwägbarkeit müssen sich die Duisburger Zweitliga-Profis aber auch nach dem 32. Spieltag noch befassen. Denn durch das 0:0 gegen den abstiegsbedrohten FC St. Pauli hat der MSV zwar die anvisierte Zähler-Marke erreicht, ist jedoch bei sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang aufgrund des Torverhältnisses (-12) noch nicht ganz auf der sicheren Seite.

Baljak in der MSV-Startelf

Im Vergleich zur Vorwoche beim FC Erzgebirge Aue (0:0) begannen die Duisburger gegen den Kiez-Klub mit drei Änderungen in der Startelf. Für Stürmer Ranisav Jovanovic, der wegen einer Wadenprellung passen musste, stand Srdjan Baljak in der Anfangsformation. Für Sören Brandy, der seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte, rückte Jürgen Gjasula in die erste Elf. Und für Tanju Öztürk, der in Aue nicht überzeugen konnte, spielte wieder Julian Koch an der Seite von Goran Sukalo im defensiven Mittelfeld.

Der MSV ergriff vor offiziell 18.239 Zuschauern früh die Initiative, suchte die Zweikämpfe, erspielte sich Chancen. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Duisburgs Kevin Wolze in der 9. Spielminute: Timo Perthel passte den Ball vom dem linken Flügel quer zur Strafraumgrenze, doch Wolze scheiterte mit seinem Schuss an Torwart Philipp Tschauner, der sich strecken musste, um den Ball noch zur Ecke zu klären. Der Pauli-Keeper zeichnete sich anschließend weiter aus, war sowohl bei der artistischen Fallrückzieher-Einlage von Dustin Bomheuer (23.) als auch bei dem clever aufgesetzten Schuss Wolzes zur Stelle (33.).

Wiedwald zeigt seine Klasse

In einem abwechslungsreichen Zweitliga-Duell auf gutem Niveau kamen auch die Gäste aus Hamburg zu Möglichkeiten. MSV-Torwart Felix Wiedwald zeigte seine Klasse, entschärfte sehenswert zwei Chancen von Daniel Ginczek (17./40.) sowie auch einen flachen Distanzschuss von Lennart Thy (41.). Zwei glänzend aufgelegte Torhüter sorgten dafür, dass die ersten 45 Minuten in Duisburg ohne Treffer verliefen.

Auch nach der Pause ging es munter weiter. Die Duisburger übten nun verstärkt Druck aus, erhöhten die Schlagzahl, suchten direktere Wege zum Tor. Wolze flankte präzise aus dem Halbfeld in den Strafraum, Sukalo setzte den Ball per Kopf nur wenige Zentimeter über die Latte (58.). Nach einer Hereingabe von Brosinski verfehlte auch Baljak den Kasten – allerdings um etliche Meter (62.).

Die Zebras hatten ausreichend Gelegenheiten, um gegen St. Pauli den Klassenerhalt zu feiern, müssen sich aber nun doch noch gedulden. In der Partie bei Union Berlin am kommenden Sonntag (13.30/live in unserem Ticker) kann MSV-Trainer Kosta Runjaic mit seiner Mannschaft dann endgültig den Zweitliga-Verbleib perfekt machen.