Duisburg

MSV Duisburg: Darum steht das Spiel gegen die Stadtauswahl auf der Kippe

Die Stadtauswahl (links) und der MSV präsentierten sich vor dem Spiel den wenigen Zuschauern.
Die Stadtauswahl (links) und der MSV präsentierten sich vor dem Spiel den wenigen Zuschauern.
Foto: Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Duisburg. Katerstimmung beim Stadtsportbund. Die Profi-Fußballer des MSV Duisburg waren gerade geduscht, da zog Peter Thomas, Leiter der Fachschaft Fußball, im Hamborner Holtkamp nach dem zweiten „Duisburg-Spiel“ frustriert Bilanz. Nur 624 Zuschauer sahen am Samstag den 6:1 (2:0)-Sieg der Zebras gegen eine Duisburger Amateur-Auswahl. „Ich bin schockiert“, hatte sich Thomas einen weitaus größeren Zuspruch erhofft. „Wir müssen jetzt alles hinterfragen und auf den Prüfstand stellen“, ließ der Funktionär offen, ob es dieses Spiel im kommenden Jahr noch einmal geben wird.

Im letzen Jahr verfolgten 1467 Zuschauer die Premiere des Spiels in Wanheimerort, nun hofften die Ausrichter auf 3000 Besucher. Es kamen aber nur 624 Fans. Niederschmetternd.

„Hamborn 07 als Gastgeber hat alles richtig gemacht. Die Mannschaften und die Trainer haben eine starke Leistung geboten. Nur die Fußballfans haben diesen Einsatz nicht gewürdigt. Wo sind die Ultras, wenn der MSV in der eigenen Stadt gegen eine Auswahl der eigenen Stadt spielt?“, fragte Peter Thomas. Der Fachschaftsleiter vermisste auch den Zuspruch der Duisburger Amateurvereine. Laut Vertrag mit dem MSV ist für das nächste Jahr ein dritter Vergleich zwischen Profis und Amateuren geplant. Ob es dazu noch kommen wird, ist offen.

Blinort Namoni vom Landesliga-Absteiger Hamborn 07 ließ sich von der mageren Zuschauerzahl die Freude nicht vermiesen. Er erzielte in der zweiten Halbzeit den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:4. „Das ist ein gutes Gefühl, dieses Tor zu machen. Aus so einem Spiel kann man viel mitnehmen. Wir haben immerhin gegen eine Mannschaft gespielt, die eine starke Zweitliga-Saison gespielt hat. Dafür dass wir so zusammengewürfelt waren, lief es wirklich gut. Jeder war positiv und wollte sehen, was machbar ist“, freute sich der Löwe.

Für die Trainer Ralf Kessen (DSV 1900) und Frank Krüll (TuS Mündelheim), die beide in der neuen Saison nicht mehr an der Seitenlinie stehen werden, war die Partie eine schöne Abschiedsvorstellung. „Das haben die Jungs sehr gut gemacht. Wir haben defensiv sehr gut gestanden. Beide Torhüter – Abdullah Daghan und Dominik Schäfer – haben eine hervorragende Leistung geboten“, so Kessen. Krüll ergänzte: „Es standen ja bei uns keine Jungs auf dem Platz, die noch nie vor den Ball getreten haben.“

Während die meisten Amateur-Fußballer erst in den nächsten Tagen die Saisonvorbereitung aufnehmen, sind die MSV-Profis schon seit einer Woche am Ball. Im zweiten Testspiel fehlten angesichts der hohen Trainingsbelastung in den vergangenen Tagen naturgemäß einige Körner. Vor diesem Hintergrund war MSV-Trainer Ilia Gruev zufrieden mit der Leistung seiner Spieler.

Dem Coach war es wichtig zu sehen, wie seine Jungs agieren, wenn sie müde sind. Gruev: „Es geht um Überwindung. Das haben sie sehr gut gemacht, sie haben Engagement und Willen gezeigt.“

Es dauerte bis zur 26. Minute, ehe der MSV seine Dominanz in einen Torerfolg ummünzen konnte. Ahmet Engin überwand Genc-Torwart Abdullah Daghan. An der Überlegenheit der Zebras, die zur Pause fast komplett wechselten, änderte sich im Spielverlauf nichts mehr. Die Amateure lauerten auf ihre Chance, die schließlich Blinort Namoni nutzte und in der 68. Minute MSV-Torwart Daniel Davari bezwang.

Im Vergleich zum ersten Test in Krefeld-Hüls unter der Woche (12:0) testete Ilia Gruev personelle Alternativen. Spielten beispielsweise im ersten Test in der Innenverteidigung die Pärchen Neumann/Nauber und Bomheuer/Blomeyer tauschten Dustin Bomheuer und Sebastian Neumann diesmal ihre Partner.

Sein Debüt im MSV-Trikot feierte Stürmer Richard Sukuta-Pasu, der in der vergangenen Woche noch aus familiären Gründen fehlte. Auch im Sturm sind die Plätze hart umkämpft. Vier Angreifer bewerben sich im Duisburger 4-4-2-System um zwei Plätze.

„Konkurrenz gehört zum Geschäft. Von einem harten Konkurrenzkampf kann eine Mannschaft nur profitieren“, stellt sich Sukuta-Pasu der Herausforderung. Das gilt auch für Stanislav Iljutcenko, der am Samstag mit drei Toren innerhalb von 45 Minuten auf sich aufmerksam machte.

 
 

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