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Duisburg

Die Spielerberater stehen beim MSV Duisburg Schlange – das ist der Grund

Bei MSV-Sportdirektor Ivica Grlic gehen in diesen Tagen viele Angebote ein.
Foto: firo Sportphoto/Volker Nagraszus
  • Nach der Gartner-Verletzung erhält Sportdirektor Ivica Grlic viele Angebote
  • Ein Transfer ist beim MSV Duisburg jedoch weiter unwahrscheinlich
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Duisburg.  Der Fußball-Zweitligist MSV Duisburg bewegt sich derzeit unter der 100-Prozent-Marke – in mehrfacher Hinsicht. „Die Mannschaft ist noch nicht bei 100 Prozent. Das wird sich ändern“, sagt MSV-Sportdirektor Ivica Grlic, der nach drei punkt- und torlosen Ligaspielen am Samstag im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth die ersten Erfolgserlebnisse erwartet.

100-prozentig ausschließen will Grlic nicht, dass er bis zum Ende der Transferfrist noch einen neuen Spieler verpflichten wird. Wahrscheinlich ist ein Deal bis zum Freitag aber nicht. „Zu 98 Prozent machen wir nichts mehr“, sagt der Manager.

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Gelegenheiten gäbe es indes reichlich. Die Spielerberater stehen bei Grlic Schlange – nach der Verletzung von Mittelfeldspieler Christian Gartner nahmen die Anfragen noch einmal zu. „Das ist in diesem Geschäft aber völlig normal“, sagt der 43-Jährige, der den Markt im Auge behält, aber keinen Handlungsdruck sieht.

Chance für Lukas Daschner

Ein neuer Mann müsste bis Freitag, 18 Uhr, unter Vertrag stehen. Dann schließt sich in Deutschland das Transferfenster. Spieler, die den Verein verlassen wollen, haben mehr Optionen. Bis um 23.59 Uhr können sie beispielsweise nach Albanien wechseln. Wer künftig im Kongo spielen will, hat bis zum 2. Oktober Zeit, den Wechsel zu vollziehen. Grlic geht derzeit nicht davon aus, dass ein Spieler den Zebras den Rücken kehren will.

Nach Gartners Verletzung würde allenfalls für diese Position noch eine Verpflichtung Sinn machen. Allerdings sind mit Lukas Daschner und Tim Albutat noch zwei Alternativen für das zentrale Mittelfeld an Bord. Gerade für Youngster Daschner könnte die neue Situation eine Chance sein. Der 19-Jährige kam in der vergangenen Saison als Einwechselspieler auf acht – zumeist sehr kurze – Einsätze. Der frühere Hamborner gilt als Mann mit viel Potenzial, benötigt aber Spielpraxis, um dies auch ausschöpfen zu können.

Bei einer Mannschaft, die keine Tore schießt, ist der Gedanke, in der Offensive nachzulegen, ein natürlicher Reflex. „Vielleicht muss der Verein da noch etwas machen“, sagte in dieser Woche Ex-MSV-Profi Dietmar Schacht.

Viel Rotation im Sturm

Vor dem Hintergrund, dass der MSV mit John Verhoek und Richard Sukuta-Pasu zur neuen Saison erst zwei arrivierte Zweitliga-Stürmer verpflichtete, wäre es ungewöhnlich, bereits jetzt einen weiteren Angreifer zu verpflichten.

Dass das Personal im Duisburger Angriff bislang viel rotierte, ist für den einzigen Stürmer, der immer von Beginn an dabei war, nicht ungewöhnlich. „Wir müssen uns finden. Und wir müssen den Neuzugängen auch die Zeit geben“, sagt Borys Tashchy.

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Fr, 10.08.2018, 10.49 Uhr