MSV-Coach Lettieri spornt die Zebras vor Duell mit Mainz an

Thomas Tartemann
Christopher Schorch, hier gegen Großaspachs Tobias Rühle, musste zuletzt wegen Schwindelgefühl ausgewechselt werden. „Schorchi ist noch etwas blass, aber für Mainz kriegen wir ihn hin“, sagt Trainer Gino Lettieri.
Christopher Schorch, hier gegen Großaspachs Tobias Rühle, musste zuletzt wegen Schwindelgefühl ausgewechselt werden. „Schorchi ist noch etwas blass, aber für Mainz kriegen wir ihn hin“, sagt Trainer Gino Lettieri.
Foto: WAZ FotoPool
Die U 23 des FSV Mainz 05 hat sich vor dem Mittwochsspiel gegen den MSV Duisburg (19 Uhr, Bruchwegstadion) mit Mittelfeldspieler Philipp Klement aus Nürnberg verstärkt. Klement will mit einem Sieg starten, der MSV hat etwas dagegen. „Wir müssen einfach noch mehr tun und müssen den Sieg erzwingen“, sagt der Duisburger Coach, der auf Nico Klotz und Christopher Schorch zurückgreifen kann.

Duisburg. Die U 23 des FSV Mainz 05 wird am Mittwoch im Meisterschaftsspiel gegen den MSV Duisburg (19 Uhr, Bruchwegstadion) einen neuen Spieler im Kader haben. Aus dem Reserveteam des 1. FC Nürnberg wechselte Mittelfeldakteur Philipp Klement zu den 05ern.

„Er ist ein technisch versierter Spieler mit einer besonderen Spielintelligenz, der unserer Offensive neue Impulse geben kann. Intern trauen wir Philipp alles zu“, sagt FSV-Trainer Martin Schmidt. Klement erklärte auf der Mainzer Homepage, dass er sich „sportlich weiterentwickeln möchte.“ Und als Zusatz: „Am besten mit einem Dreier gegen den MSV Duisburg.“

Die Zebras werden alles daran setzen, nicht nur Klements Vorhaben zu unterbinden, sondern selbst im dritten Spiel den ersten Sieg der noch jungen Saison einzufahren. „Jedes Erfolgserlebnis“, betont Trainer Gino Lettieri, „macht die Sache einfacher. Wir müssen einfach noch mehr tun und müssen den Sieg erzwingen.“

Dabei will der neue Duisburger Coach den Faden aus dem Großaspach-Spiel durchaus aufnehmen. „Es gibt keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Unser Spiel gegen Großaspach war gut und auch die zweite Halbzeit in Regensburg war positiv. Ich habe immer gesagt, dass es Zeit braucht, bis in unserem neuen Team alles greift. Es dauert nicht Jahre, aber es dauert. Trotzdem sehe ich uns auf einem guten Weg.“

Koslowski erstmals an der Pfeife

Dass seine Kicker gleich vier Mal Pfosten und Latte anvisierten, war selbst für Lettieri ein Novum. „Zwei Bälle sind vom Innenpfosten wieder herausgesprungen. Oft ist es so, dass sie dem Torwart in den Rücken prallen, aber bei uns waren die Szenen unglaublich. Das ist manchmal das Grausame am Fußball, dass du dich selbst nicht belohnst.“

Was die personelle Situation angeht, haben sich einige Sorgen aufgelöst. Nico Klotz, der mit einem Pferdekuss ausgewechselt werden musste, gibt grünes Licht für einen Einsatz. Christopher Schorch, dem nach einem Zusammenprall schwindelig geworden war, ist ebenfalls wieder fit. „Schorchi hat noch ein bisschen blass ausgeschaut, aber für das Mainz-Spiel kriegen wir ihn hin“, so Lettieri.

Das geplante Comeback von Michael Gardawski wird dagegen nicht stattfinden. Der Ex-Kölner hat seine Rote Karte aus der alten Saison zwar abgebrummt, verletzte sich aber im Training. „Unsere medizinische Abteilung schaut jetzt genau drauf, was es ist. Michael hat wohl einen falschen Schritt gemacht und musste das Training abbrechen“, erklärt der Coach. Schon im Vorjahr hatte Gardawski wegen Rückenbeschwerden, die auf den Adduktorenbereich ausstrahlten, mehrere Wochen ausgesetzt.

Vor dem Mainz-Spiel spornt der 47-jährige Trainer seine Kicker an, sich auf ihre Stärken zu besinnen. „Wir brauchen nicht zweifeln und auch nicht den Fehler machen, alles zu hinterfragen. Wir wollen in Mainz rausgehen und leistungsmäßig da weitermachen, wo wir gegen Großaspach aufgehört haben.“ Als Schiedsrichter fungiert erstmals überhaupt bei einem Drittligaduell Lasse Koslowski. Der 27-Jährige stand im letzten Jahr beim 1:2 des MSV gegen die Dortmunder Reserve, die nach einem Wechselfehler kurzzeitig mit zwölf Mann kickte, als Assistent an der Seitenlinie.