MSV-Chef Marbach stärkt Duisburger Ultras den Rücken

Die Ultras des MSV Duisburg bezogen beim Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers erneut Stellung: „Meinungsfreiheit und Antirassismus sind keine Provokation“, stand auf den Transparenten. MSV-Aufsichtsratschef Jürgen Marbach lobte die Aktionen der Fans: „Die Banner haben mir sehr gut gefallen.“

Duisburg. Zu Spielbeginn hielten die Ultras des MSV Duisburg die Transparente in die Luft. „Meinungsfreiheit und Antirassismus sind keine Provokation“, war darauf zu lesen. Zwei Wochen zuvor waren die MSV-Ultras von rechtsgerichteten Duisburger Hooligans nach dem Drittliga-Heimspiel gegen Saarbrücken auf dem Parkplatz vor der Arena attackiert worden. Bei dem Angriff von Mitgliedern der „Division Duisburg“ auf die antifaschistische „Kohorte“ trennte die Polizei die Gruppierungen unter Einsatz von Schlagstöcken und Reizgas voneinander.

Auslöser der Attacke soll ein Banner gewesen sein, über das sich die „Kohorte“ beim Saarbrücken-Spiel mit den Ultras von Eintracht Braunschweig solidarisierte. Ihnen hatte die Vereinsspitze der Niedersachsen Ende September untersagt, Spiele „als Gruppe“ zu besuchen.

Aus der MSV-Chefetage gab es nun für die Aktionen der Duisburger Ultras Lob. „Die Banner haben mir sehr gut gefallen“, sagte Jürgen Marbach. Der Aufsichtsratsvorsitzende des MSV hatte sich zuletzt gegenüber der SportBild deutlich positioniert, als er erklärte, er wolle „die rechtsradikalen Idioten aus dem Stadion raushalten“ und würde „gerne jedem dieser Idioten die Dauerkarte wieder abkaufen“.

Marbach untermauerte seine Worte nun am Rande des Heimspiels gegen die Stuttgarter Kickers (1:1). „Wenn man es so drastisch formuliert, wie ich es getan habe, bekommt man nicht nur Zuspruch. Aber ich kann nicht wegschauen“, sagte der 55-Jährige. Marbach stellte klar: „Die friedlichen Aktionen der Fans dürfen nicht durch ein paar Spinner ins schlechte Licht gerückt werden.“

 
 

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