MSV-Abwehrspieler Sascha Dum liegt in Bochumer Spezialklinik

Dirk Retzlaff
Auf dem Trainingsplatz des MSV Duisburg wird Sascha Dum vorerst fehlen.
Auf dem Trainingsplatz des MSV Duisburg wird Sascha Dum vorerst fehlen.
Foto: Fabian Strauch
Abwehrspieler Sascha Dum verbrachte im Trainingslager in der Türkei wegen starker Rückenschmerzen eine Nacht im Krankenhaus. Nach der Rückkehr wurde er in die Bochumer Viktoria-Klinik verlegt. Eine genaue Diagnose liegt immer noch nicht vor.

Duisburg. Sascha Dum weilte nach seiner vorzeitigen Rückkehr aus dem Trainingslager des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg nur kurz in der Buchholzer Unfallklinik. Am Samstag wurde der Abwehrspieler, der mit extrem starken Rückenschmerzen schon in der Türkei eine Nacht im Krankenhaus verbrachte, in die Bochumer Viktoria-Klinik verlegt.

Die Viktoria-Klinik ist eine private Sportklinik, die sich unter anderem auf Wirbelsäulentherapien spezialisiert hat. Eine genaue Diagnose liegt bei Sascha Dum immer noch nicht vor. „Wir hoffen, dass Mitte der Woche Klarheit besteht“, so MSV-Manager Ivica Grlic.

Sascha Dum leidet seit knapp vier Jahren an Rückenbeschwerden. 2010 erlitt der 27-Jährige einen leichten Bandscheibenvorfall. Monatelang spielte er unter Schmerztabletten. Zweimal musste Dum unters Messer, nach den Operationen schuftete er bei Bayer Leverkusen in der Reha für sein Comeback. Zuvor musste Dum ein halbes Jahr lang liegen.

Maxi Güll kann sich nun beweisen

All diese Dinge hoffte Dum hinter sich gelassen zu haben, als er vor Jahresfrist beim MSV Duisburg in der 2. Bundesliga anheuerte. Unter Trainer Kosta Runjaic absolvierte Dum überwiegend nur Kurzeinsätze. In der 3. Liga schaffte der Vater einer Tochter den Sprung in die Stammelf und wurde auf der für ihn ungewöhnlichen Position des linken Verteidigers Leistungsträger. Von 21 Partien verpasste Sascha Dum nur eine. Nicht nur MSV-Trainer Karsten Baumann hofft, dass Sascha Dum möglichst schnell wieder auf die Beine kommt und nicht das „Worst-Case-Szenario“ einer erneuten Operation im Kraft treten wird.

Hinten links wird somit in den nächsten Wochen Youngster Maximilian Güll die Verantwortung übernehmen müssen. „In der Hinrunde hat er oft genug gezeigt, dass er es kann. Er hat sich sehr gut weiter entwickelt.“. Güll kam bislang auf acht Einsätze, davon drei über 90 Minuten.

Eine weitere Alternative ist Babacar M’Bengue, den Baumann in der Türkei im Training und in den Testspielen auf dieser Position testete. Der Mann aus der Duisburger U 23 kam in dieser Saison in der 3. Liga erst auf einen Mini-Einsatz. Beim 1:1 beim VfB Stuttgart II im Oktober wechselte ihn Karsten Baumann in der 90. Minute ein.