Jula bescheinigt MSV "katastrophale erste Hälfte"

Nils Balke und Thomas Tartemann
MSV-Stürmer Emil Jula konnte mit der Duisburger Leistung in der ersten Halbzeit nicht zufrieden sein. Foto: imago
MSV-Stürmer Emil Jula konnte mit der Duisburger Leistung in der ersten Halbzeit nicht zufrieden sein. Foto: imago
Auch beim 1:1 gegen Union Berlin steigerte sich der MSV Duisburg erst nach der Pause. Die erste Hälfte war in den Augen von Stürmer Emil Jula "katastrophal". Sein aberkannter Siegtreffer sorgte für Enttäuschung im Zebralager. Die Stimmen zum Spiel.

Duisburg. Emil Jula (MSV Duisburg) zum aberkannten 2:1-Treffer: „Ich habe das Spiel im Fernsehen gesehen. Bei meinem zweiten Tor stand ich nicht im Abseits. Aber es ist nicht mein Job zu kommentieren, was der Schiedsrichter entschieden hat.“

Emil Jula zur eigenen Leistung: „Unsere erste Hälfte war katastrophal, die zweite haben wir dominiert. Bei meinem Elfmeter habe ich mich gut gefühlt und lange gewartet.“

Milan Sasic (MSV-Trainer): „Die Enttäuschung ist groß. Das 0:1 hat bei meiner Mannschaft einen Schock ausgelöst. Phasenweise haben wir nicht so Fußball gespielt, wie ich mir das vorstelle. Mit unserem Auftritt in der ersten Hälfte war ich überhaupt nicht zufrieden. Im zweiten Durchgang haben die Jungs Moral gezeigt. Der Unterschied zwischen negativen und positiven Abschnitten ist bei uns sehr groß. Das nicht gegebene Tor für uns ist hart. Die Spieler hätten dieses Erfolgserlebnis gebraucht, um die Köpfe frei zu bekommen.“

Roland Kentsch (MSV-Geschäftsführer): „Unsere Punktbilanz ist nicht zufriedenstellend. Wir hatten den Anspruch, dieses Spiel zu gewinnen. Der Schiedsrichter muss bei der Abseitsfrage im Zweifel für den Stürmer entscheiden.“

Branimir Bajic (MSV-Kapitän): „Nach dem 0:1 sind wir nicht wieder sofort ins Spiel zurückgekommen. Ich weiß nicht, warum unsere erste Halbzeit häufig schlechter als die zweite ist. Letztes Jahr war es anders, da sind wir häufig früh in Führung gegangen. In dieser Saison laufen wir hinterher.“

Uwe Neuhaus (Trainer Union Berlin): „Ich bin nicht zufrieden damit, dass wir in Duisburg nicht gewonnen haben. Das frühe Tor zum 1:0 hat uns Sicherheit gegeben, aber leider haben wir es verpasst, das 2:0 nachzulegen. Gegen Ende konnten wir dem Druck nicht mehr Stand halten und haben zu viele Chancen zugelassen.“

Uwe Neuhaus zur Abseitsentscheidung: „Hätten wir das besser gemacht, wäre die strittige Abseitssituation gar nicht entstanden. Ich muss zugeben, dass diese Entscheidung zu unseren Gunsten getroffen wurde.“