Janjic lässt den MSV Duisburg jubeln

Endlich wieder Jubel in der Arena: Zlatko Janjic sorgte mit seinem abgefälschten Schuss zum 1:0 dafür, dass der MSV einen gelungen Start erlebte.
Endlich wieder Jubel in der Arena: Zlatko Janjic sorgte mit seinem abgefälschten Schuss zum 1:0 dafür, dass der MSV einen gelungen Start erlebte.
Foto: Bongarts/Getty Images
  • Der MSV Duisburg beendet mit einem Sieg gegen den SC Paderborn eine Negativserie
  • Zlatko Janjic lässt die Fans zum Saisonauftakt jubeln
  • Kingsley Onuegbu sitzt bei den Meiderichern nur auf der Bank

Duisburg.. Der Meisterpokal der 3. Liga stattete der Schauinsland-Reisen-Arena schon einmal einen Besuch ab. Da auch die unterste der deutschen Profifußball-Klassen eine Eröffnungszeremonie vor dem ersten Saisonspiel braucht, gab es diese halt am Freitagabend in Duisburg. Nur zu gern würden beide Teams, die anschließend den Rasen betraten, die Trophäe auch am Ende der Spielzeit in Händen halten. Den ersten Schritt auf diesem Weg machte der MSV Duisburg durch einen 1:0 (0:0)-Sieg im Duell der Zweitliga-Absteiger gegen den SC Paderborn 07 durch einen Treffer von Zlatko Janjic. Damit endete die Duisburger Negativserie: Der MSV hatte zuletzt fünfmal in Folge das erste Spiel der jeweiligen Saison verloren.

Die Startelf präsentierte sich weitgehend so, wie sie zu erwarten war. Im Angriff überraschte Ilia Gruev ein wenig und setzte weder auf den in der Vorbereitung überzeugenden Simon Brandstetter noch auf Kingsley Onuegbu, sondern schickte Zlatko Janjic und Stanislav Iljutcenko auf den Platz. Nicht im Kader: Baris Özbek, der schon am Mittwoch krankheitsbedingt das Training abgebrochen hatte, was der Verein nicht nach außen gab. Für ihn lief Tim Albutat von Beginn an auf.

Der erste Auftritt im neuen Umfeld spielte sich zunächst verhalten ab. Knapp 20 Minuten lang glückte auf beiden Seiten kein nennenswerter Abschluss, ehe Stanislav Iljutcenko die Sache in die Hand nahm. Der Stürmer, in der 2. Liga meist doch ein wenig überfordert, profitierte zunächst von einem Fehler des Paderborners Tim Sebastian, setzte die Kugel aber aus fünf Metern über das Tor. Nur Augenblicke später setzte er sich mit einem Seitfallzieher vom Elfmeterpunkt, der den Kasten knapp verfehlte, erneut in Szene. SCP-Schlussmann Lukas Kruse musste hier aber ebenso nicht eingreifen wie bei der größten Chance in der 35. Minute: Diesmal passte Iljutcenko in den Lauf von Zlatko Janjic, dessen Schuss aus verheißungsvoller Distanz aber am Außennetz landete. Paderborn tat bis zur Pause kaum etwas nach vorn; der neue MSV-Keeper Mark Flekken bekam keine Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Apropos neu: Von Tugrul Erat, der auf der rechten Außenbahn startete und dann bisweilen mit Andreas Wiegel die Seiten wechselte, war so gut wie nichts zu sehen. Viel besser machte seinen Job Rückkehrer Fabian Schnellhardt, der zeigte, dass ihn das Jahr in Kiel hat reifen lassen.

Nach Wiederbeginn blieben Höhepunkte zunächst aus – ehe die Arena in der 56. Minute eine Jubelexplosion erlebte. Andreas Wiegel setzte sich links durch und passte kurz auf Zlatko Janjic, der aus 18 Metern einfach mal draufhielt. Wäre womöglich kein Problem für Lukas Kruse gewesen – doch weil sein Teamkollege Christian Strohdiek den Fuß hinhielt, wurde die Kugel unhaltbar für den Gästetorhüter zur Duisburger Führung abgefälscht.

MSV-Torwart Flekken pariert mit dem Fuß

Erst jetzt waren die Westfalen gezwungen, mehr in die Offensive zu investieren, was sich zunächst nicht in gefährlichen Aktionen niederschlug. In der 76. Minute brannte es dann aber plötzlich lichterloh im Duisburger Strafraum: Mit einem schnellen Antritt überwand Christian Bickel die MSV-Innenverteidigung und versuchte den Ball ins lange Eck zu schieben, doch Mark Flekken verhinderte dies mit einer Fußabwehr. Den Abpraller setzte Koen van der Biezen über das Tor.

Bei den Zebras griffen in der Schlussphase noch Thomas Bröker und Simon Brandstetter mit ein. Bröker war auch gleich bei zwei Kontersituationen gefährlich unterwegs, bekam den Ball aber nicht mehr unter Kontrolle. Auf der Gegenseite mussten die Zebras noch einige knifflige Momente überstehen, wobei die ganz großen Chancen aber für die Gäste ausblieben. Diese Serie hielt damit: Schon in der Vorsaison war den Paderbornern bei zwei Versuchen kein Tor gegen den MSV gelungen.

 
 

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