Duisburg

Gute Nachricht als Selbstverständlichkeit: MSV hat Lizenz

Mit viel Elan zum Profivertrag: Migel-Max Schmeling (links) empfahl sich mit starken Leistungen in der  U-19-Bundesligaelf für den Kader von Zweitligatrainer Ilia Gruev.
Mit viel Elan zum Profivertrag: Migel-Max Schmeling (links) empfahl sich mit starken Leistungen in der U-19-Bundesligaelf für den Kader von Zweitligatrainer Ilia Gruev.
Foto: Michael Ketzer
Zweitligist MSV Duisburg hängt die frohe Kunde nicht an die große Glocke. Zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs freuen sich über Profiverträge.

Duisburg.  Der MSV Duisburg ist ein ziemlich normaler Zweitligist geworden. Früher wäre die Erteilung der Lizenz durch die DFL mit einem Pausen-Chor aus der Schauinsland-Reisen-Arena lautschallend verkündet worden. Dieses Mal begnügte sich das Zebra mit einem Tweet, das dann auch noch mit den Worten: „Übrigens, alle Bedingungen erfüllt. MSV-Lizenz für die Zweite Bundesliga ist da.“ Die gute Nachricht verkaufte der Spielverein als Selbstverständlichkeit.

Geschäftsführer Peter Mohnhaupt machte deutlich, woher die Bescheidenheit kommt: „Wir freuen uns natürlich, dass wir die Lizenz bekommen haben. Wir haben aber inzwischen eine Haltung entwickelt, uns dafür nicht groß zu feiern, sondern den Fokus auf den Sport zu richten.“ Wie es bei einem normalen Zweitligisten so ist. Um das noch deutlicher zu machen: Die Aufnahme von zwei Eigengewächsen in den Zweitliga-Kader war dem MSV deutlich mehr Text wert. Migel-Max Schmeling (18, Abwehr) und Torhüter Jonas Brendieck (19) haben nun Profi-Verträge erhalten. Die beiden Talente spielen in der U 19 und laufen in der Nachwuchs-Bundesliga auf.

„Eine echte Chance auf eine sportlich erfolgreiche Zukunft“

Uwe Schubert, der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, darf sich freuen, sagt aber knapp: „Die Förderung der Talente für den Profibetrieb ist ja eigentlich unsere Aufgabe.“ Erneut haben sich zwei Jugendspieler für höhere Weihen empfohlen. Aus der eigenen Jugend hatten zuvor Lukas Daschner und Ahmet Engin den Sprung geschafft. Migel-Max Schmeling nahm bereits am Trainingslager der Profis zur Winterpause in Portugal teil. Insgesamt 24 Spiele absolvierte der Abwehrmann in der U-19-Bundesliga. Migel-Max Schmeling kam 2014 vom FC Schalke 04 zu den Zebras. Der MSV zitiert Sportdirektor Ivica Grlic: „Migel-Max hat sich seinen Vertrag verdient. Max hat eine echte Chance auf eine sportlich erfolgreiche Zukunft, wenn er weiter so intensiv an sich arbeitet wie bislang und nicht nachlässt!“

Vielleicht etwas überraschender kommt die Beförderung von Torhüter Jonas Brendieck. In der Liga kam der junge Mann zwischen den Pfosten lediglich auf drei Einsätze. Eduardo Dos Santos Haesler gewann den internen Konkurrenzkampf beim Tabellenachten der Liga. Den Vertrag schnappte sich aber Jonas Brendieck, der über das Spieljahr hinaus auf insgesamt 28 Einsätze in der Klasse kommt.

MSV erfüllt alle Bedingungen der DFL

Ivica Grlic zur Verpflichtung: „Er hat das gewisse Potenzial, das wir jetzt mit ihm gemeinsam weiter entwickeln wollen.“ Der 1,94-Meter-Schlussmann war im Sommer 2015 zu den Zebras gewechselt. Uwe Schubert sagt über die Zusammenarbeit mit Trainer Ilia Gruev und dem Sportdirektor: „Wir stimmen uns gemeinsam ab, wem wir einen Profivertrag anbieten.“

Zurück noch einmal zur Lizenzerteilung: Der MSV erfüllte alle Bedingungen, die die DFL nach der Einreichung der Unterlagen am 15. März gestellt hatte. Die damals noch vorhandene Deckungslücke konnten die Meidericher – „nicht nur, aber auch“, so Peter Mohnhaupt – durch die gute Platzierung auf Rang sieben in der Schlussabrechnung schließen. Eine Auflage erhielt man aus Frankfurt: Die Zebras müssen die Planzahlen einhalten. Das allerdings ist eher eine selbstverständliche Anforderung. So selbstverständlich wie die Erteilung der Lizenz selbst.

 

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