Gruev hofft auf Gelingen der Rettungs-Mission beim MSV

MSV-Trainer Kosta Runjaic und sein „Co“ Ilia Gruev.
MSV-Trainer Kosta Runjaic und sein „Co“ Ilia Gruev.
Foto: WAZ FotoPool
Mit schwierigen Missionen kennt sich Ilia Gruev aus. Der 42-Jährige versuchte als Assistent von Krassimir Balakov 2012 den freien Fall des 1. FC Kaiserslautern zu stoppen. Das Unternehmen Klassenerhalt scheiterte. Jetzt hat Gruev als Co-Trainer beim MSV wieder eine schwierige Aufgabe übernommen.

Duisburg.. Mit schwierigen Missionen kennt sich Ilia Gruev aus. Der 42-Jährige versuchte als Assistent von Krassimir Balakov von März bis Mai 2012 den freien Fall des 1. FC Kaiserslautern zu stoppen. Das Unternehmen Klassenerhalt scheiterte. Die Pfälzer verloren mit dem neuen Trainerduo acht Spiele in Folge, stiegen als Tabellenletzter ins Fußball-Unterhaus ab.

Jetzt hat Gruev mit seinem neuen Cheftrainer Kosta Runjaic (42) wieder eine schwierige Aufgabe übernommen. Beim Punktspieldebüt, das Gruev ausgerechnet an seiner alten Wirkungsstätte auf dem Betzenberg absolvierte, fuhren die Zebras zwar mit leeren Händen nach Hause. Doch die Art und Weise, wie der MSV die klar favorisierten Hausherren unter Dampf setzte, rang selbst dem Gegner Respekt ab.

„Wir lassen uns von dieser Auftakt-Niederlage nicht unterkriegen“, sagt Ilia Gruev, „schließlich wissen wir, dass es nur in kleinen Schritten und mit Geduld funktioniert.“ Noch sind die Zebras, für die der ehemalige Mittelfeldtrickser von 2000 bis 2004 am Ball war, ganz unten in der zweiten Fußball-Bundesliga.

Doch dieser Zustand soll sich bald ändern. Gruev: „Der Auftritt in Kaiserslautern hat uns allen Mut und Zuversicht gegeben. Wir sind fest davon überzeugt, dass wir da unten rauskommen.“ Die Reaktion der rund 1000 mitgereisten Duisburger Fans bestärkt den Bulgaren in seinem Gefühl zusätzlich. „Dass so viele Leute mitgekommen sind, fand ich schon überragend. Dass die Mannschaft trotz des verlorenen Spiels mit Applaus verabschiedet wurde, war die schönste Bestätigung für eine gute Leistung.“

Heimpremiere für Gruev gegen VfL Bochum

Ilia Gruev setzt auch für die kommenden Wochen auf das Zusammenspiel mit den Fans: „Die Basis ist da. Jetzt ist genau die richtige Gelegenheit, um das Team am Sonntag gegen den VfL Bochum erneut kräftig zu unterstützen.“ Für Ilia Gruev hat die Heimpremiere eine besondere Bedeutung. „Ich kenne die Schauinslandreisen-Arena noch aus der Phase, in der sie im Bau war. Ich freue mich auf das erste Punktspiel in diesem tollen Stadion.“

Besonders im Blickpunkt werden nicht nur Neu-Coach Kosta Runjaic und „Co“ Ilia Gruev stehen, sondern auch die wachgeküssten Spieler wie Valeri Domovchiyski oder Srdjan Baljak.

„Domo“ lieferte nicht nur wegen seines Tores die bisher beste Leistung überhaupt im MSV-Trikot ab. Spielfreudig, einsatzwillig, dynamisch, mit Tordrang und hoher Arbeitsrate. „Es freut mich, wenn das von außen so wahrgenommen wird“, sagt Gruev, der den als sensibel geltenden „Domo“ schon seit vielen Jahren kennt. „Valeri kenne ich schon von Levski Sofia und aus der bulgarischen Nationalelf, wo ich sein Co-Trainer war. Kosta und ich haben viel mit Domo gesprochen. Er ist viel gelaufen, hat die Vorgaben taktisch klasse umgesetzt. Aber Valeri muss dieses Niveau länger zeigen. Nur, wer konstant gut spielt, verdient das Prädikat klasse“, sagt Gruev. Mit dem Justieren der verschiedenen Stellschrauben soll das Kapitel MSV für Gruev zu einer geglückten Rettungs-Mission werden. Aller guten Dinge sind zwei.

 
 

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