Großes Schaulaufen für MSV-Legende Ivo Grlic

Foto: Imago
9117 Zuschauer kamen zum Abschiedsspiel für die MSV-Legende Ivo Grlic. Nach dem historischen Tag mit vielen Stars appellierte Grlic an die MSV-Fans:„Wir brauchen euch. In dieser schwierigen Situation müssen wir gemeinsam stehen, dann kommen wir da raus.“

Duisburg.. Es war der große Tag des „Ivo“ Grlic. Der kürzlich von den Fans als offizielle MSV-Legende gewählte langjährige Kapitän bekam ein großes Schaulaufen zum Abschied. Alle waren sie gekommen: der von den Fans lautstark gefeierte Hoffenheim-Keeper Tom Starke, Abdelaziz Ahanfouf, Nationalmannschaftskollege Ivan Klasnic und natürlich die Vereinslegende überhaupt, „Ennatz“ Dietz.

Bereits vorab gab es von Anhänger Michael Winter eine Hommage an „Ivo“. Auch von Kollegen regnete es Lobreden. Stefan Maierhofer: „Das Jahr mit Ivo war für mich das beste bisher.“ Erik Meijer: „Das hat er absolut verdient.“ Und auch von DFL-Geschäftsführer Tom Bender: „Ivo, du bist ein echter Typ gewesen!“

9117 Zuschauer in der Arena

Die mit 9.117 Zuschauern gut gefüllte Arena bekam dann auch ein echtes Fußballspektakel und einen Torreigen ohnegleichen geboten. Schon früh gingen Ivo&Friends in Führung, die sie mit „Grille“ als Vorbereiter und Vollstrecker schnell auf ein sattes 4:0 ausdehnten. Beim 3:0 durch den „Freistoßgott“ freute sich der soeben überwundene Schlussmann Tom Starke überschwänglich mit dem Mann des Tages und auch Schiedsrichter Andre Stachowiak aus Duisburg klatschte Grlic ab. Überhaupt spielte auch der Unparteiische sehr gut mit, drohte beispielsweise Manasseh Ishiaku beinahe mit Gelb zu verwarnen; der „Büffel aus Belgien“ hatte zu lamentieren begonnen, als er im eigenen Strafraum gefoult worden war.

Ivo&Friends-Torhüter und Interimscheftrainer Oliver Reck zeigte eine äußerst engagierte und ehrgeizige Leistung – ein Grund, weshalb die Null bis dahin noch stand. Doch dann drehten die Zebra Allstars auf und kamen bis auf ein 4:3 heran, als Schiedsrichter Stachowiak plötzlich auf den Punkt zeigte: Strafstoß für die Zebras! Ausführen wollte eigentlich Ahanfouf, doch Tobias Willi, der frenetisch von den Fans begrüßt worden war, zog ihn weg, während Reck energisch Tom Starke aus der anderen Spielhälfte herrief. Der Wahl-Hoffenheimer wusste die Ehre zu schätzen und verwandelte zum 4:4.

Ivo&Friends wollten das aber nicht auf sich sitzen lassen und erhöhten bald wieder. Der Höhepunkt war Ishiaku’s 6:4, der zuvor schon frei auf Starke zulaufend den Ball neben den Kasten gesetzt hatte. Nach seinem Tor ließ er sich nicht lumpen und bot den Fans einen seiner berühmten Flic-Flacs, wofür sich diese noch mal extra bedankten.


Stefan Maierhofer hatte vor der Partie den Zebras ein wenig Hoffnung gemacht, ihn irgendwann wieder öfter in der SLR-Arena sehen zu dürfen. Auf die Frage hin, warum er nicht gleich da bliebe gab er zu bedenken, er sei „vertraglich gebunden.“ Aber, so seine Einschränkung: „Sag niemals nie.“

Natürlich warteten alle im Stadion gespannt auf die erste Möglichkeit für den Herr über die ruhenden Bälle, sich in seiner Lieblingsdisziplin auszuzeichnen, und in der 57. Minute war es dann soweit. Ivo stand bereit, die Mauer kniete vor ihrem Meister, aber das war dem Großmeister dann zu billig und er spielte lieber einen indirekten Freistoß.

"Ich bin froh, ein Teil des MSV zu sein"

Bevor er dazu eine weitere Möglichkeit bekam, wurde er in der 84. Minute gegen Maskottchen Ennatz ausgewechselt, und die Fans forderten während seiner Ehrenrunde unaufhörlich: „Ivo auf den Zaun!“ Diesen Wunsch erfüllte der Publikumsliebling seinen Anhängern gerne, und dabei ging völlig unter, dass das Maskottchen Ennatz das 11:8 erzielte und dabei seine Schuhe verlor.

Zum Abpfiff noch „Grille’s“ Abschiedsworte: „Ich bin froh ein Teil des MSV zu sein.“ Selbst an diesem historischen Abend kamen die aktuellen Probleme zutage als Grlic an die Fans apellierte: „Wir brauchen euch. In dieser schwierigen Situation müssen wir gemeinsam stehen, dann kommen wir da raus.“ Danach war time to say goodbye. (RevierSport)

 
 

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