Erik Wille feiert nach Verletzungspause MSV-Comeback in U 23

Sven Kowalski
Allmählich geht es wieder aufwärts für Erik Wille. In der U23 feierte er jetzt sein Comeback.
Allmählich geht es wieder aufwärts für Erik Wille. In der U23 feierte er jetzt sein Comeback.
Foto: imago/Thomas Zimmermann NRZ
Nach zwei Muskelfaserrissen und längerer Verletzungspause war Erik Wille am Sonntag in der U 23 des MSV Duisburg erstmals wieder am Ball. Dabei musste er auch den ein oder anderen Schlag einstecken. Der Abwehrspieler will auf dem Weg zurück in das Drittliga-Teram jedoch nichts überstürzen.

Duisburg. Den rechten Fußballschuh zog Erik Wille sofort aus. Der Knöchel war blau angelaufen und leicht geschwollen. Zum Ende der Partie gegen den 1. FC Bocholt (1:1) hatte sich der Außenverteidiger des MSV Duisburg noch einen Schlag abgeholt. Doch Wille biss tapfer auf die Zähne und hielt bis zum Ende durch. Nach zehnwöchiger Verletzungspause absolvierte der Profi am letzten Sonntag zum ersten Mal wieder ein Spiel über die volle Distanz. Und auch wenn es sich „nur“ um ein Oberliga-Duell der MSV U 23 handelte, war Wille froh, dass der Muskel hielt.

„Es war schon hart nach so langer Auszeit“, musste der 21-Jährige gegen starke Bocholter an seine Grenzen gehen. „Aber ich bin froh, dass ich jetzt zum zweiten Mal spielen konnte und langsam immer besser rein komme.“ Vor einer Woche hatte der Neuzugang, der zu Saisonbeginn von Eintracht Frankfurt nach Duisburg gewechselt war, beim 3:3 der Reserve in Hilden noch bei einer Halbzeit belassen.

Erst vier Drittliga-Einsätze für Wille

Nun ließ er es drauf ankommen. „Es war schon ein tiefer Muskelfaserriss im Adduktorenbereich. Und da ich das jetzt schon zum zweiten Mal mitgemacht habe, gehe ich die Sache lieber etwas vorsichtiger an“, möchte der Profi nicht erneut das Risiko eingehe, zu früh aufs Ganze zu gehen. Nach dem ersten Faserriss im Lauftraining vor der Saison, absolvierte Wille in vier Einsätzen bislang nur 266 Drittliga-Minuten, ehe es ihn Ende August erneut erwischte.

Nun sieht sich der Abwehrmann auf einem guten Weg. „Es dauert natürlich seine Zeit, bis die Spritzigkeit wieder richtig da ist. Aber mit jedem Training wird mein Zustand besser. Und ein Spiel ist natürlich immer noch mal etwas besser als ein Training.“ Wann es wieder für den Drittliga-Kader reichen könnte? „Ich hoffe doch, möglichst bald“, sagt Wille,“ „aber das entscheide natürlich letztlich nicht ich selbst“, will Erik Wille Trainer Gino Lettieri die Auswahl auf der Außenverteidiger-Position jedenfalls bald schon wieder etwas schwerer machen.

Wille sieht kommende Spiele als wichtige Wegweiser

„In meinen bisherigen Einsätzen hat es ja auch ganz gut geklappt“, zwinkert Wille, der weiterhin einen spannenden Kampf um die Spitze der Dritten Liga erwartet. Auch wenn die Kollegen während seiner Abwesenheit Münster beim 0:1 im Derby den Vorzug geben mussten. „Das ist alles sehr eng auf den vorderen Plätzen. In der Liga kann jeder jeden schlagen. Wir müssen jetzt im nächsten Spiel wieder nachlegen. Ich denke, in den nächsten Wochen bis zur Winterpause wird sich entscheiden, wer sich oben festsetzen kann.“

Und wer weiß? Vielleicht finden diese Spiele dann auch wieder mit Erik Wille statt.