Eklat um MSV-Torwart Florian Fromlowitz

Aufregung beim MSV Duisburg: Florian Fromlowitz weigerte sich, als Ersatztorwart im Spiel gegen Eintracht Braunschweig auf der Bank Platz zu nehmen, nachdem Trainer Oliver Reck Felix Wiedwald erstmals den Vorzug gegeben hatte. Reck ist von Fromlowitz enttäuscht.

Duisburg.. MSV-Trainer Oliver Reck hatte einen Personalwechsel vollzogen, der hohe Wellen schlug. Seinem Entschluss, Felix Wiedwald gegen Eintracht Braunschweig (3:0) zwischen die Pfosten zu stellen, folgte gleich der Eklat. Florian Fromlowitz, der zuvor alle 16 Pflichtspiele im Tor des MSV Duisburg bestritten hatte, weigerte sich, auf der Reservebank Platz zu nehmen, ja sogar in der Arena zu erscheinen.

„Ich hätte von Flo eine professionellere Reaktion erwartet. Das ist für die Mannschaft kein gutes Zeichen“, zeigte sich Reck nach dem 3:0 über die Niedersachsen, dem ersten Sieg unter seiner Leitung, von Fromlowitz‘ Verhalten enttäuscht. Für den Ex-Hannoveraner bedeutete die Entscheidung vor dem wichtigen Duell gegen den Zweitliga-Aufsteiger offenbar einen Tiefschlag. Laut Reck begründete Fromlowitz sein Fernbleiben beim Spiel mit „mentalen Gründen“.

Fromlowitz verhindert häufig höhere Niederlagen

Die Torhüterfrage hatte beim MSV lange niemand gestellt. Wenn die Mannschaft verlor, verhinderte Fromlowitz häufig höhere Niederlagen. Wenn die Mannschaft punktete, hatte der 25-Jährige meist großen Anteil daran. Und wenn die Fans auf die Mannschaft wütend waren, suchte er den Dialog.

In jüngerer Zeit allerdings häuften sich die Patzer. Angefangen beim 0:1 gegen den SC Paderborn, als Fromlowitz bei einem 30-Meter-Schuss daneben griff. Über die Pokalpleite bei Holstein Kiel (0:2), bei der er den 0:1-Rückstand zu verantworten hatte. Bis hin zum 2:2 in Aachen, wo Fromlowitz erst nach einem Eckstoß den Ball verfehlte (0:1) und später einen Schuss von Benjamin Auer mit den Fäusten parierte, die Kugel aber bei Branimir Bajic abprallte und ins Duisburger Netz rollte.

„Es war aber keine Entscheidung gegen Flo, sondern für Felix“, stellte Reck hinterher klar. „Felix ist sehr motiviert, hat sich von Training zu Training gesteigert. Wenn ich so etwas beobachte, dann muss ich es auch honorieren.“ Der MSV-Trainer erklärte jedoch, er habe den endgültigen Entschluss erst am Freitag gefasst. „Ich hatte letztlich dieses Bauchgefühl am Morgen, dass Felix im Tor stehen muss.“

 
 

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