Ein perfektes Duo für den Angriff beim MSV Duisburg

Ein eingespieltes Team: Stanislav Iljutcenko (links) und Borys Tashchy.
Ein eingespieltes Team: Stanislav Iljutcenko (links) und Borys Tashchy.

St. Johann.  Am frühen Nachmittag war Borys Tashchy schon wieder zu Späßen aufgelegt. Für die Pressefotos setzte sich der Stürmer des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg am Donnerstag auf dem Spielplatz des Hotels Kaiserfels auf die Schaukel. Wenige Stunden zuvor war dem 24-Jährigen das Lachen vergangen. Er musste die Vormittagseinheit im Trainingslager in St. Johann mit Beschwerden im Bereich des Oberschenkels und der Leiste abbrechen.

Schon in der Mittagspause gab der Ukrainer Entwarnung. „Das ist keine große Sache. Ich setze ein, zwei Tage aus. Dann wird es wieder gehen“, so Tashchy, der am Abend auch das Testspiel gegen die U 23 des BVB verpasste. Möglicherweise rühren die Beschwerden auch vom Rücken her.

In der vergangenen Saison war Tashchy mit elf Treffern erfolgreichstes Zebra. Der Ukrainer stellt heraus, „dass es nicht nur auf die Tore ankommt“, weiß aber auch, dass ein Stürmer sich eben an seiner Trefferquote messen lassen muss. Zur neuen Saison muss sich Tashchy einer neuen Herausforderung stellen. Mit Richard Sukuta-Pasu (Sandhausen) und John Verhoek (Heidenheim) sind zwei ambitionierte Neuzugänge für die Offensive in Duisburg angekommen.

Tashchy kämpft um einen Stammplatz in der neuen MSV-Mannschaft. Aber nicht nur das. Er hat bei der sportlichen Leitung eine Gemeinschaftsbewerbung für die zwei Offensivplätze im 4-4-2-System eingereicht. In der Rückserie der vergangenen Saison erwies sich das Duo mit Borys Tashchy und Stanislav Iljutcenko als erste Wahl.

Kommunikation auf Russisch

„Wir sind ein perfektes Team“, sagt Tashchy, und Stanislav Iljutcenko, der in der vergangenen Saison mit sieben Treffern Platz vier der MSV-internen Torjägerliste belegte, ergänzt: „Wir harmonieren auf dem Feld sehr gut miteinander, kennen unsere Laufwege und verstehen uns fast ohne Worte.“ Und wenn die beiden Stürmer dann doch noch auf dem Feld miteinander sprechen, dann kommunizieren sie auf Russisch. Das verwirrt den Gegner.

Apropos Russland. Der Deutsch-Russe Stanislav Iljutcenko drückte bei der Weltmeisterschaft dem deutschen und dem russischen Team die Daumen, diesmal litt er aber mehr mit der Auswahl seines Geburtslandes Russland. „Weil die Mannschaft weiter gekommen ist“, sagt der 27-Jährige. Im Finale sieht „Stana“ Frankreich als Favoriten, würde sich aber freuen, wenn Kroatien die Überraschung schaffen würde: „Dann wären wir gegen den Weltmeister ausgeschieden.“

Ähnlich sieht es Borys Tashchy: „Es ist schon Wahnsinn, dass ein Land mit gerade einmal vier Millionen Einwohnern im Endspiel steht.“ Stanislav Iljutcenko schnupperte übrigens vor Ort WM-Luft. Er war während des Eröffnungsspiels zwischen Russland und Saudi-Arabien in Moskau, allerdings nicht im Stadion. „Die Eintrittskarten waren zu teuer. Das kann ich mir nicht leisten“, lacht der Duisburger Stürmer.

Neue Kombinationen denkbar

Den Kampf um die Plätze nehmen Iljutcenko und Tashchy selbstbewusst an, die beiden Neuzugänge für den Angriff bringen beide Spieler nicht um den Schlaf. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagt Iljutcenko. Wenn die neuen Spieler erst einmal integriert sein werden, werden sich auch Hierarchien innerhalb der Mannschaft verändern. Das wissen auch Tashchy und Iljutcenko. „Wir werden bis zum Ligastart alle Kombinationen ausprobieren“, weiß Iljutcenko. Dann könnte sich ein neues Sturmduo etablieren.

Beide Stürmer wollen dazu beitragen, dass der MSV die Leistung aus der vergangenen Saison bestätigen kann. Borys Tashchy: „Unser klares Ziel kann nur der Klassenerhalt sein.“

 
 

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