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Duisburger Oberliga-Derby – MSV II gegen VfB

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Foto: WAZ FotoPool
Für den Meidericher Trainer Manfred Wölpper ist es das erste Stadt-Duell zwischen diesen beiden Teams. Sein Homberger Kollege Günter Abel meint: „Gegen den MSV dürfen wir alles haben. Nur keine Angst.“

Duisburg. 

Für Manfred Wölpper ist es das erste Derby, wenn sich der MSV Duisburg II und der VfB Homberg am Sonntag (14.30 Uhr, Westender Straße) gegenüberstehen. Der Rivalität zwischen den beiden klassenhöchsten Fußball-Amateurteams in Duisburg ist sich der in Marl lebende MSV-Coach aber bewusst, so dass er besonders motivierte Gäste erwartet: „Ich hab das Duell selbst noch nicht mitgemacht. Aber ich denke, der VfB wird mit den robusten und erfahrenen Spielern in seinen Reihen versuchen, unserer jungen Truppe den Schneid abzukaufen. Darauf müssen wir uns vorbereiten und unser Spiel durchziehen.“ Mit zehn von zwölf möglichen Punkten gelang dies in den letzten vier Spielen eindrucksvoll. Fußballerisch liegt der Vorteil auch sicherlich bei den Zebras. „Bis auf die Niederlage in Wuppertal waren wir in allen Spielen dominant. Es reicht nur oft noch nicht für 90 Minuten. Nach einem Gegentor klappen wir oft zusammen und haben für einige Minuten einen kollektiven Hänger“, hofft der Coach gegen den VfB auf mehr Konstanz. Körperlich dürften die Homberger mit Kalibern wie Almir Sogolj in ihren Reihen überlegen sein. Gerne würde Wölpper seinen kräftigsten Innenverteidiger Babacar M’Bengue im Duell mit dem VfB-Brecher, der trotz Nasen- und Kieferanbruch kein Duell scheut, sehen.

Spiel findet auf Kunstrasen statt

Da davon auszugehen ist, dass M’Bengue mit den in der Abwehr angeschlagenen Profis zum zeitgleichen Drittligaduell nach Osnabrück reist, hat der MSV-Coach auch den als Verteidiger umgeschulten Maik Goralski auf den Bosnier eingestellt. „Maik hatte nach einem guten Start auf der für ihn ungewohnten Position eine kleine Hängephase, zuletzt war er aber wieder bärenstark“, macht sich der Coach keine Sorgen um die Standhaftigkeit des Ex-Stürmers. Gleiches gilt für Arne Kleinpaß, der voraussichtlich in die Innenverteidigung rücken wird, sollte M’Bengue ausfallen: „Die Position hat Arne fast in der gesamten Jugend gespielt.“ Auf seiner angestammten linken Seite hat der Verteidiger Konkurrenz durch Barkin Cömert bekommen, den Wölpper nach langer Verletzungspause eigentlich erst zur Rückrunde fest eingeplant hatte. „Es freut mich, dass Barkin bereits jetzt eine richtig gute Alternative ist.“ Verdrängt hat er Kleinpaß aber noch lange nicht. Wölpper: „Arne spielt mit Herz. Auch er wird spielen.“

Bei den Hombergern ist die personelle Situation nach den schweren Verletzungen von Tobi Schiek (Schien- und Wadenbeinbruch) sowie Thomas Schlieter (Innenbandriss) angespannt, zumal auch Gianni Giorri (Grippe) und Henning Hopf (leichte Zerrung) im Defensivberiech wohl ausfallen. Trainer Günter Abel kämpferisch: „Auch, wenn mehrere Leute fehlen, spielen wir noch einen ordentlichen Ball. Beim MSV wollen wir mutig nach vorne spielen. Die Zebras sind ein ziemliches Kaliber. In solchen Duellen können wir zeigen, ob wir weiter gekommen sind.“

Für Abel ist das Derby durchaus reizvoll. „So ein Stadtduell hat immer Brisanz. Bisher ging es in den Partien zwischen dem MSV und uns immer zur Sache. Aber stets fair. Wir freuen uns auf das Spiel, auch wenn es nur auf dem Kunstrasen-Nebenplatz stattfindet. Im kleinen Stadion wäre die Atmosphäre sicherlich besser gewesen, aber das ist in den 90 Minuten nicht spielentscheidend.“ Abel schiebt nach: „Gegen den MSV dürfen wir alles haben: Nur keine Angst.“