Dietz hofft beim MSV Duisburg auf Typen, die etwas bewegen

MSV-Vorstandsmitglied Bernard Dietz hofft, dass sich die Zebras nach dem Aufstieg nun langfristig in der 2. Bundesliga etablieren.
MSV-Vorstandsmitglied Bernard Dietz hofft, dass sich die Zebras nach dem Aufstieg nun langfristig in der 2. Bundesliga etablieren.
Foto: firo Sportphoto/Volker Nagraszus

Duisburg.. Bernard Dietz fiel am vergangenen Samstag ein dicker Stein vom Herzen. „Die Erleichterung ist groß“, sagt die Klubikone des MSV Duisburg, der mit dem Sieg bei Fortuna Köln den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga perfekt machte. Aber das Vorstandsmitglied des MSV schiebt nach: „Die Freude hält sich in Grenzen. Dieser Aufstieg ist eine Wiedergutmachung für die vorherige Saison.“

Vor Jahresfrist scheiterte der MSV Duisburg in der Relegation an den Würzburger Kickers und stieg in die 3. Liga ab. Ein Abstieg, der Dietz damals an die Nieren ging. Es war ein Abstieg, der in seinen Augen nicht notwendig war. Deshalb sagt der Europameister von 1980 nun auch den Satz, der nach einem kräftezehrenden Drittliga-Jahr auch vielen Duisburger Fans durch den Kopf geht: „Ich hoffe, dass wir aus dem Zweitliga-Abstieg vor einem Jahr gelernt haben.“

2015/16 neun Spiele ohne Sieg

Vor zwei Jahren legte der MSV einen Fehlstart hin. Erst am zehnten Spieltag gelang der erste Sieg, die Zebras hatten sich da schon längst am Tabellenende festgesetzt. Es gab viele Gründe dafür. Natürlich war da das Verletzungspech, aber der MSV scheiterte auch am mangelnden Selbstvertrauen, schaffte es sich nicht, in der neuen Liga zu akklimatisieren.

Ennatz Dietz hält große Stücke auf Aufstiegstrainer Ilia Gruev, den er hier in die Verantwortung nimmt. „Er wird die richtigen Worte finden. Er weiß, mit den Spielern richtig umzugehen.“ Viel wird auch von der Transferpolitik des MSV Duisburg abhängen. „Jetzt ist es angesagt, Typen zu finden, die etwas bewegen können“, fordert der 69-Jährige.

„Dausch kann uns helfen“

Dietz macht sich auch für eine Vertragsverlängerung von Martin Dausch stark. Der 31-Jährige geriet vor anderthalb Jahren im Zuge einer Hüftoperation ins Hintertreffen und erhielt nach seinem Comeback in der laufenden Saison nur begrenzte Einsatzzeiten. Tim Albutat und Fabian Schnellhardt waren schnell als Stammspieler etabliert. „Martin ist ein positiver Spieler. Er könnte uns in der 2. Liga helfen“, sagt Dietz.

Die MSV-Legende setzt darauf, dass der MSV in der 2. Liga eine bessere Rolle als vor zwei Jahren spielen wird. Dietz: „Ich hoffe, dass wir uns jetzt für die nächsten Jahre in der Liga etablieren und nicht wieder runter müssen.“

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