Die Reifeprüfung für den MSV Duisburg steht noch bevor

Reifeprüfung in Nürnberg nicht bestanden: die MSV-Profis Kevin Wolze, Lukas Fröde und Moritz Stoppelkamp (v.l.).
Reifeprüfung in Nürnberg nicht bestanden: die MSV-Profis Kevin Wolze, Lukas Fröde und Moritz Stoppelkamp (v.l.).
Foto: firo

Nürnberg. Der MSV Duisburg vergab die Chance, nach Punkten mit Holstein Kiel auf Rang drei der Zweiten Liga gleichzuziehen. Vor 25 257 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion unterlagen die Zebras im Spitzenspiel dem 1.FC Nürnberg mit 1:3 (1:2). Der Club schob sich damit in der Tabelle auf Rang eins vor. Duisburg ließ nach sieben Spielen ohne Niederlage die Serie reißen und rutschte vom vierten auf den sechsten Platz ab.

MSV-Trainer Ilia Gruev musste zerknirscht einräumen: „Das ist nicht unser Jahr gegen den Club.“ Im dritten Spiel (1:2 im DFB-Pokal und 1:6 im Hinspiel) gab es die dritte Niederlage.

Die Wochen der Wahrheit haben für Duisburg jedoch gerade erst begonnen: Der MSV erwartet am Samstag den Tabellensiebten Ingolstadt, bevor er sich beim Drittplatzierten Holstein Kiel vorstellt. Danach kommt die Fortuna aus Düsseldorf, die von Nürnberg auf Rang zwei verdrängt wurde, nach Duisburg.

Relegationsrang drei ist für den MSV weiterhin in Reichweite. Dennoch geben sich die Duisburger bescheiden, nach der Niederlage in Nürnberg sagte Ilia Gruev mit Blick auf die kommenden Reifeprüfungen: „In der Hinrunde haben wir in den vier Spielen einen Punkt geholt. Wenn wir jetzt zwei Punkte holen, ist das schon ein Erfolg.“

Club-Trainer lobt den MSV

Diese Zurückhaltung mag Teil der Erklärung sein: Der Aufstiegskandidat Nürnberg wollte den Dreier und den Sprung an die Tabellenspitze. Der Neuling mit starrem Blick gen Abstiegsplätze hätte die Zähler ganz gern mitgenommen. Ilia Gruev sprach von „enormer Effizienz und individueller Klasse“. Das erste und beste Beispiel zerknüllte gleich nach acht Minuten den Duisburger Matchplan. Nürnbergs Tobias Werner legte im Strafraum eine Vollbremsung ein. Nico Klotz, der für den gesperrten Enis Hajri auf der rechten Abwehrseite verteidigte, stolperte in Werner hinein. Foul, Elfmeter und 1:0 durch Hanno Behrens.

Gruev hätte auch gut seinen Trainerkollegen Michael Köllner loben können. Der hatte gesehen, dass der MSV auch Thomas Blomeyer (für den erkrankten Dustin Bomheuer) neu im Abwehrverbund einbauen musste. Prompt liefen alle Aktionen über Duisburgs rechte Seite. Blomeyer ließ sich in der 23. Minute abkochen. Behrens nutzte den durchgesteckten Pass zum 2:0 für den Club. Erst danach fanden beide Neulinge in der Duisburger Startelf gut ins Spiel. Entscheidende 23 Minuten zu spät.

Der MSV präsentierte sich fortan als der „brutal starke Aufsteiger“, als den ihn Köllner beschrieb. Nachweis der Klasse war der Anschlusstreffer von Moritz Stoppelkamp (41.). Aus der Drehung heraus und aus schier unmöglicher Position erzielte er sein Tor.

Nach der Pause übernahm der Gast komplett das Geschehen. Mehrmals scheiterte der MSV in guter Position. Kapitän Kevin Wolze kommentierte die Fehlschüsse einigermaßen entspannt: „An guten Tagen geht er rein, heute nicht.“

Stattdessen fiel Nürnbergs Eduard Löwen eine Faustabwehr von MSV-Torwart Mark Flekken auf den Fuß. Löwen nahm den Ball gar nicht erst an, sondern drosch ihn aus 17 Meter ins Tor – die Entscheidung.

 
 

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