Die Leiden des Markus Bollmann vom MSV Duisburg

Markus Bollmann mit Ball: Ein Bild, das es schon lange nicht mehr gab.
Markus Bollmann mit Ball: Ein Bild, das es schon lange nicht mehr gab.
Foto: imago sportfotodienst

Duisburg.. Die fünf Tage auf der Nordseeinsel Borkum fanden ohne Markus Bollmann statt. Das zum Teambuilding gedachte erste Trainingslager der MSV-Profis bildete nur den Auftakt der Sommervorbereitung. Wenn die Zebras ab Sonntag ins zweite Trainingscamp nach Bad Wörishofen im Allgäu aufbrechen, dann fehlt Bollmann erneut.

Keine Prognose möglich

„Jedes Training ist wichtig, aber was soll ich da vor Ort? Im Moment kann ich ohnehin keine Übungen absolvieren. Ich bin wöchtenlich beim Arzt, kann aber zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt keine Prognose abgeben“, so der 31-Jährige. Bollmann absolvierte sein letztes Pflichtspiel im Dezember beim 3:1-Sieg gegen den Karlsruher SC. Danach begann die lange Leidenszeit mit unzähligen Comebackversuchen. Der Frust stieg und sollte sich eigentlich zu Beginn der Sommervorbereitung in Luft auflösen.

Bollmann: „Ursprünglich war geplant, dass ich nach dem Urlaub wieder einsteige. Aber ich habe schon beim Testspiel im Mai gegen Homberg gemerkt, dass die Sache noch nicht ausgestanden ist und ich Schmerzen habe.“ Die Adduktoren bereiten nach wie vor Kopfzerbrechen. Trainer Oliver Reck vergleicht die Verletzung mit der von Dortmund-Star Mario Götze. „Er hatte eine Entzündung im Schambein, fiel mehrere Wochen aus und schaffte es dann aber doch zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Geduld ist jetzt das oberste Gebot bei Bolle. Wir nehmen ihn vorerst komplett aus dem Programm heraus und hoffen durch diese Maßnahme auf Besserung.“

Dr. Braun soll helfen

Über seine eigene Perspektive bei den Zebras im weiteren Saisonverlauf macht sich der einstige Bielefelder noch gar keine Gedanken. Bollmann: „Für mich geht es erst einmal darum, schmerzfrei zu sein. Wenn das der Fall ist, kann ich die Belastung wieder steigern. Dann sehe ich wie die Adduktoren reagieren und ob ich wieder durchstarten kann.“ Der Abwehrrecke gibt zu: „So eine lange Verletzungspause hatte ich vor her noch nie. Das nagt schon an einem.“

In Absprache mit den Duisburger Mannschaftsärzten begibt sich „Bolle“ nun auch in die Hände von Dr. Markus Braun. Der „Medizinmann“ von Borussia Dortmund ist vor wenigen Tagen Chefarzt der konservativen Orthopädie der BG-Unfallklinik in Duisburg geworden. Braun kümmert sich mit seinem Team unter anderem um chronische Entzündungen des gesamten Bewegungsapparates. Und soll den sichtlich angenervten Markus Bollmann in den nächsten Wochen wieder auf Kurs bringen.

 
 

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