Die fehlende Breite im Kader ist das Manko des MSV

Dirk Retzlaff
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Der MSV Duisburg wird ab Samstag den Kampf um den dritten Platz in der 3. Liga in Angriff nehmen, nimmt das Wort "Aufstieg" aber nicht in den Mund. Noch ist die Abstiegszone näher als der Relegationsplatz. Personelle Rückschläge kann der MSV nicht verkraften. Ein Kommentar.

Duisburg. Nikolas Ledgerwood war gerade erst einen Tag beim MSV Duisburg, da hatte er bereits die offizielle Sprachregelung verinnerlicht. „Konstant werden, in der Rückrunde mehr Heimspiele gewinnen“, umriss der Neuzugang in der Türkei die Ziele des MSV Duisburg. Das wird sich der Kanadier kaum selbst ausgedacht haben.

Das Wort „Aufstieg“ nimmt beim Fußball-Drittligisten niemand in den Mund – aus guten Gründen. Die Abstiegszone ist vor den verbleibenden 17 Saisonspielen näher als der Relegationsplatz. Hinzu kommen personelle Rückschläge – aktuell die Verletzung von Stammspieler Sascha Dum. Trotz der Ledgerwood-Verpflichtung ist die fehlende Breite im Kader das große Manko der Zebras. Die Konkurrenz hat zum großen Teil in der Winterpause mehr in die Mannschaft investiert – in den kommenden Wochen können sich die Kräfteverhältnisse in der Liga verschieben.

MSV nimmt den Kampf um Platz drei in Angriff

Trotzdem wird der MSV ab Samstag den Kampf um Platz drei in Angriff nehmen, wenn auch nur mit Außenseiterchancen. In die 2. Bundesliga aufzusteigen, muss grundsätzlich der Anspruch des MSV Duisburg sein – aber der Weg ist bekanntlich das Ziel. Auf diesem Weg sind in den kommenden Wochen Rückschläge möglich – aber nicht zwangsläufig auch Dramen.