Der MSV rettet ersten Saisonsieg ins Ziel - 4:3 in Mainz

Thomas Tartemann
Jubeltraube in MSV-Grün: Duisburg holte in Mainz seinen ersten Saisonsieg.
Jubeltraube in MSV-Grün: Duisburg holte in Mainz seinen ersten Saisonsieg.
Foto: Imago
Die Duisburger feiern bei Aufsteiger Mainz 05 endlich die Saisonpremiere. Nach der deutlichen 4:1-Führung mussten die Zebras am Ende aber noch einmal zittern. Klotz, Janjic, Wille und Grote sorgen für die Tore der Meidericher am Bruchweg.

Duisburg. Der MSV Duisburg mag es schnell und spannend. Beim Drittliga-Auftakt in Regensburg, der mit 1:3 verloren ging, lief der Start schon nach vier Minuten in die falsche Richtung, zuhause gegen die SG Sonnenhof Großaspach (1:1) legten die Zebras nach 120 Sekunden vor. Und am Mittwochabend bei der U 23 des FSV Mainz 05 ebneten die Meidericher mit einem Doppelschlag früh den Weg zum 4:3 (2:0)-Auswärtssieg, der allerdings zum Schluss noch einmal gehörig wackelte.

Bereits mit der ersten gefährlichen Aktion kam der MSV in der dritten Minute zum Führungstor am Bruchweg. Nach einer Flanke von Dennis Grote traf Kingsley Onuegbu in der Sturmmitte zwar den Ball nicht richtig, aber dafür war Nico Klotz zur Stelle. Der Neuzugang schoss die Kugel überlegt ins lange Eck. Die Mainzer wirkten danach völlig unsortiert, was die Gäste brutal ausnutzten. Kingsley Onuegbu lief auf den FSV-Kasten zu, Mainz-Torwart Bernhard Hendl wehrte den Versuch an der Strafraumgrenze zunächst ab. Den zurückprallenden Ball verwertete der stark verbesserte Zlatko Janjic dann aber cool zum 2:0 (5.). „Wir hatten uns gut auf den Gegner eingestellt. Wenn du nach so kurzer Zeit schon deutlich führst, dann ist das ein optimaler Verlauf“, freute sich der in die Startelf zurückgekehrte Matthias Kühne. Mittelfeldspieler Pierre De Wit hatte im Team einen Platz „freigemacht“ – eine Leistenverletzung stoppte ihn.

Bohl muss schon früh vom Platz

Auf dem Platz ging es nach dem Mainzer Rückstand zur Sache, Mainz führte die Zweikämpfe rustikaler. Kapitän Steffen Bohl zog sich nach einem unglücklichen Zusammenprall eine Kopfverletzung zu und musste mit Kopfschmerzen nach 23 Minuten ausgewechselt werden. Für ihn kam Erik Wille – diesmal allerdings als defensiver Mittelfeldspieler und nicht als rechter Verteidiger.

Bis zur Pause hätte der MSV das Trefferkonto noch nach oben schrauben können. Kingsley Onuegbu traf in aussichtsreicher Position den Ball nicht voll (22.), Zlatko Janjic setzte einen Kopfball nach Wolze-Hereingabe knapp über den Kasten (28.). Der neue Offensivmann wirkte insgesamt präsenter als in den ersten beiden Partien, erkämpfte sich Bälle und leitete viele Aktionen ein. Zwischenzeitlich ließ sich Janjic wegen eines Cuts an der Nase hinter dem Tor von der medizinischen Abteilung nähen und kehrte auf den Rasen zurück. Allerdings war zehn Minuten nach Wiederanpfiff Schluss für den ehemaligen Wiesbadener.

Dafür sprang ein anderes Zebra mit einer Offensivaktion in die Bresche. Erik Wille gelang mit einem Vollspannschuss, den Torwart Hendl spät sah, nach genau einer Stunde das 3:0 für den MSV. Auf das Mainzer Anschlusstor durch den eingewechselten Lucas Höler (66.) antwortete der MSV nur Sekunden später mit dem Kopfballtor von Dennis Grote zur 4:1-Führung (67.). In der Endphase drehte der FSV dann noch einmal auf. Philipp Klement gelang das 2:4 (83.), nachdem die Defensive zu nachlässig gepresst hatte. Joker Höler schaffte mit einem Innenpfostentor sogar noch das 3:4 (85.).

„Die letzten zehn Minuten waren Mist“, sprach Keeper Michael Ratajczak Klartext, „warum wir so nervös geworden sind, kann ich nicht sagen. Aber unter dem Strich zählt nur eines: Dass wir den ersten Dreier haben.“