Der MSV muss gegen Leipzig über sich hinauswachsen

Jubel in Sandhausen: Der MSV kann sich in der 2. Bundesliga noch in die Relegation retten.
Jubel in Sandhausen: Der MSV kann sich in der 2. Bundesliga noch in die Relegation retten.
Foto: dpa
Der vor fünf Wochen tot gesagte MSV kann sich noch in die Relegation retten. Es wäre fahrlässig, dieses Geschenk nicht anzunehmen. Ein Kommentar.

Duisburg.. Wer schon am Sonntag zocken und bei den gängigen Wettanbietern im Internet auf einen Sieg des MSV Duisburg gegen RB Leipzig setzen wollte, kam nicht zum Zug. Wetten auf das spannende Saisonfinale in der 2. Fußball-Bundesliga waren noch nicht möglich. Die Buchmacher werden sich die selbe Frage stellen, mit der sich in diesen Tagen auch die Fans des MSV herumplagen. Wie werden sich die frisch in die Bundesliga aufgestiegenen Rasenballer aus Sachsen am Sonntag gegen den MSV präsentieren? Davon wird abhängen, ob sich die vor fünf Wochen tot gesagten Meidericher am Ende noch in die Relegation retten werden.

Zumindest wird sicher sein, dass der Brauseklub keine Partytruppe mit gefärbten Haaren und Restalkohol im Blut ins Rennen schicken wird – wie der MSV vor Jahresfrist in Wehen. Der MSV wird über sich hinauswachsen und vor allem wesentlich mehr anbieten müssen als am Sonntag in den ersten 60 Minuten in Sandhausen. Dass der MSV in diesem Spiel noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen ist, spricht einerseits für die Moral, andererseits ist es auch ein Geschenk des Himmels.

Wer am vergangenen Mittwoch bei der Jahreshauptversammlung des Klubs den Ausführungen von Präsident Ingo Wald genau folgte und das Zahlenmaterial von Geschäftsführer Bernd Maas richtig interpretierte, weiß, dass es grob fahrlässig wäre, dieses Geschenk nicht anzunehmen.

 
 

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