Der MSV hofft bei St.Pauli auf Emil Jula

Emil Jula (li.) ist der Hoffnungsträger im Angriff des MSV. Foto: Imago
Emil Jula (li.) ist der Hoffnungsträger im Angriff des MSV. Foto: Imago
Foto: imago sportfotodienst
Die noch sieglosen Duisburger sehnen in der 2. Liga die Wende herbei. Doch beim FC St. Pauli treten die "Zebras" als krasser Außenseiter an. Der MSV will genau das zu seinem Vorteil nutzen - und setzt dabei auf Angreifer Emil Jula.

Hamburg/Duisburg. Mit 20-minütger Verspätung machten sich die Zweitliga-Kicker des MSV Duisburg gestern per Flugzeug auf den Weg nach Hamburg. Das mag zu vernachlässigen sein, der Zeitplan der Zebras stimmt in dieser Saison ohnehin nicht mehr. Die ersten vier Spieltage ohne Sieg – das hatten sich Verantwortliche und Fans anders vorgestellt. Ob ausgerechnet am Millerntor gegen Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli heute ab 20.15 Uhr (Live-Ticker von DerWesten) der Knoten platzen wird? „Wir sind nicht Favorit. Das kommt uns entgegen“, glaubt Mittelfeldspieler Goran Sukalo.

Nach der schwachen Leistung gegen Hansa Rostock will sich der MSV am Kiez rehabilitieren. Dem Vernehmen nach soll die Aufarbeitung der Nullnummer vom letzten Sonntag dann doch etwas lauter vonstatten gegangen sein. Gegen die „derzeit stärkste Mannschaft der Liga“ erwartet Sasic heute eine deutliche Leistungssteigerung – vor allem in taktischer Hinsicht.

Durchschlagskraft

Vieles steht und fällt mit Emil Jula. Der Angreifer ist mit nach Hamburg gereist und wird heute im Kader stehen. Ob es für einen Einsatz von Beginn an reicht, wird Sasic am Vormittag entscheiden. Der Rumäne, der zuletzt mit einem Muskelbündelriss außer Gefecht war, nimmt bereits wieder am Mannschaftstraining teil.

Jula wäre als wuchtiger, kopfballstarker Stürmer eine Idealbesetzung für den Auftritt im Hamburger Hexenkessel. Ohne Jula fehlte den Duisburgern zuletzt die Durchschlagskraft. Auf der anderen Seite wollen die Duisburger kein zu hohes Risiko eingehen, den Angreifer zu früh ins Rennen geschickt zu haben.

Außenverteidiger Dzemal Berberovic ist hingegen zu Hause geblieben. Seine Oberschenkel-Verletzung lässt noch keinen Einsatz zu. Sollte Jula ins Team rücken, würde Milan Sasic zwangsläufig größere Umstellungen vornehmen. Ansonsten wird sich der Trainer vorrangig mit der Besetzung der Außenverteidiger-Position befassen. Kevin Wolze ist der Kandidat für die linke Seite, Markus Bollmann erhält eine neue Chance auf rechts. Jiayi Shao könnte im Mittelfeld diesmal von Beginn an das Vertrauen des Trainers genießen.

Ebbers und Takyi fehlen

Die Gastgeber , die nur mit einem Sieg über den MSV die Tabellenführung zurückerobern können, müssen neben Stürmer Marius Ebbers auch Mittelfeld-Regisseur Charles Takyi ersetzen, der sich beim 2:1-Sieg in Bochum einen Sehnenriss im Fuß zugezogen hatte.

Ex-MSV-Spieler Kevin Schindler, der erst in der letzten Woche von Werder Bremen ans Millerntor gewechselt war, könnte auf Anhieb in die Startelf der Hamburger rücken. Aber auch Florian Bruns ist ein Kandidat für die zentrale Position im Mittelfeld.

Der neue Pauli-Trainer André Schubert, der mit seinem Ex-Klub SC Paderborn nur eine von vier Partien gegen den MSV gewinnen konnte, zeigt trotz des schwachen Saisonstarts großen Respekt vor den Duisburgern. „Ihre Standards sind sehr gefährlich, mit Goran Sukalo haben sie einen starken, wenn nicht sogar den stärksten Kopfballspieler der Liga in ihrem Kader“, sagt Schubert, der von seiner Elf fordert, heute „ans Limit zu gehen. Nur so können wir unsere Topleistungen bestätigen.“

 
 

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