Duisburg

Der MSV Duisburg sorgt sich um Stürmer Borys Tashchy

Borys Tashchy haelt sich mit schmerzverzehrtem Gesicht sein rechtes Sprunggelenk ( MSV Duisburg ). 22.09.2017 --- Fussball --- 2. Bundesliga --- MSV Duisburg vs KSV Holstein Kiel Duisburg Schauinsland Reisen Are Copyright: xThomasxThienelx/Eibner-Pressefotox EP_ttl
Borys Tashchy haelt sich mit schmerzverzehrtem Gesicht sein rechtes Sprunggelenk ( MSV Duisburg ). 22.09.2017 --- Fussball --- 2. Bundesliga --- MSV Duisburg vs KSV Holstein Kiel Duisburg Schauinsland Reisen Are Copyright: xThomasxThienelx/Eibner-Pressefotox EP_ttl
Foto: Thomas Thienel /Imago

Duisburg.  Die Blicke der Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten MSV Duisburg sind am Montag mit Sorge auf die Unfallklinik in Buchholz gerichtet. Dort unterzieht sich Stürmer Borys Tashchy einer MRT-Untersuchung. Am Wochenende war die Untersuchung noch nicht möglich, da Tashchys rechter Knöchel noch immer zu stark geschwollen war.

Der Ukrainer war am Freitag im Spiel gegen Holstein Kiel schon in der fünften Minute in Anschluss an ein Luftduell böse mit dem rechten Fuß umgeknickt. Wer die TV-Bilder dieser Szene sah, muss Schlimmes befürchten. „Sein Ausfall wäre bitter für uns“, hofft MSV-Trainer Ilia Gruev auf ein positives Untersuchungsergebnis.

Verstauchung bei Hajri

Zwar signalisierten Arzt und Physio schon auf dem Spielfeld, dass Tashchy ausgewechselt werden müsste, doch der Ukrainer entschied sich, noch einmal auf den Platz zurückzukehren – unter donnerndem Applaus der Fans. 13 Minuten später musste er dann doch das Handtuch werfen. Nun hoffen die Verantwortlichen, dass Tashhy, der die Arena am Freitagabend auf Krücken verließ, noch Glück im Unglück hat und vielleicht mit einer Bänderdehnung davongekommen ist. Das wäre bis zum nächsten Spiel gegen Fortuna Düsseldorf am kommenden Montag, 2. Oktober, vielleicht noch hinzubekommen.

Mittelfeldspieler Enis Hajri hatte dieses Glück. Mit Verdacht auf einen Armbruch suchte er noch am späten Freitagabend die Klinik auf. Dort gab es Entwarnung: Hajri kam mit einer schweren Verstauchung davon.

Wolze: „Kein Heimkomplex“

Da sind die Sorgen um Mittelfeldspieler Fabian Schnellhardt vergleichsweise gering. Der 23-Jährige, der mit einem fiebrigen Infekt in Ingolstadt und gegen Kiel außer Gefecht war, ist noch bis Dienstag krankgeschrieben. Er dürfte rechtzeitig zum Derby gegen Fortuna Düsseldorf wieder gesund und munter sein.

Am Freitag wurde Fabian Schnellhardt in der Schaltzentrale des Duisburger Spiels schmerzlich vermisst. Auch wenn der herausragende Spieler der letzten Saison nach dem Aufstieg noch keine überragende Rolle spielte, ist er immer noch die Seele des Mittelfeldspiels. Zuletzt gelang es den Zebras nur bedingt, das Spiel in der Zentrale zu kontrollieren. Daran krankt nicht nur das Offensivspiel, sondern auch die Abwehrreihe gerät dadurch immer wieder unter Druck.

„Wir haben es in der ersten Halbzeit zum ersten Mal nicht geschafft, den Gegner zu kontrollieren“, stellte Ilia Gruev fest. Die Fehlerquote war hoch – gegen einen Gegner, der ein schonungsloses Pressing an den Tag legt, führt das zwangsläufig zu großen Problemen.

Nach vier sieglosen Heimspielen in der Liga – nur gegen den VfL Bochum sammelte der Aufsteiger im eigenen Stadion einen Punkt ein – macht das Wort „Heimkomplex“ längst die Runde, auch wenn Kapitän Kevin Wolze sagt: „Ich würde nicht sagen, dass wir einen Heimkomplex haben.“ Der MSV, der sieben seiner acht Punkte in der Fremde erzielte, hat derzeit ein Problem, im eigenen Stadion das Spiel aufzuziehen. „Wir wollten es gegen Kiel nicht ganz so euphorisch wie gegen Nürnberg machen. Leider hat es trotzdem nicht gepasst“, sucht auch Kevin Wolze noch nach dem Weg, so etwas wie Heimstärke aufzubauen.

Auch ohne Borys Tashchy erspielte sich der MSV am Freitag in der zweiten Halbzeit einige gute Tormöglichkeiten. „Wir haben in der zweiten Halbzeit fast alles richtig gemacht“, sagte Stürmer Kingsley Onuegbu, der nach dem frühen Tashchy-Aus ins Spiel kam.

Am Ende der englischen Woche fällt die Bilanz aus Duisburger Sicht mit nur einem Punkt aus drei Spielen ernüchternd aus. Der Kontakt zu den Abstiegsrängen ist somit enger, als es den Zebras recht sein kann.

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