Der MSV Duisburg ist bei RB Leipzig der große Außenseiter

MSV-Keeper Michael Ratajczak: „Ich möchte jedes Spiel gewinnen.“
MSV-Keeper Michael Ratajczak: „Ich möchte jedes Spiel gewinnen.“
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Am Sonntag tritt der MSV Duisburg bei RB Leipzig an - die Duisburger sind gegen den Aufstiegsaspiranten krasser Außenseiter. Und doch möchten sie in Leipzig etwas holen - schließlich haben einige von ihnen richtig gute Erinnerungen an das Stadion, in dem das Spiel stattfinden wird.

Duisburg. Das Leipziger WM-Stadion ist zwei Duisburgern noch in bester Erinnerung. Beim letzten und bislang einzigen Auftritt der Zebras in dieser Arena besiegte der MSV im Oktober 2010 den Halleschen FC in der 2. Runde des DFB-Pokals mit 3:0. Damals ahnte noch niemand, dass der MSV Kurs auf das Pokalfinale in Berlin nehmen würde. Der heutige Manager Ivica Grlic und Kapitän Branimir Bajic standen damals für den MSV auf dem Platz. An selber Stelle trifft der MSV am Sonntag um 14 Uhr in der 3. Liga auf den ambitionierten Aufsteiger RB Leipzig.

Die Rollen sind am Sonntag anders verteilt als vor drei Jahren, als der MSV mit Stefan Maierhofer und Co. gegen den damaligen Viertligisten Halle haushoher Favorit war. „Leipzig ist eindeutig der Favorit“, unterstreicht MSV-Torwart Michael Ratajczak und schiebt nach: „Ich gehe aber in jedes Spiel, um es zu gewinnen.“

„Nicht hinten reinstellen“

Ratajczak will auch jedes Spiel ohne Gegentor beenden. Es liegt in der Natur der Sache, dass das nicht immer klappt, aber zumindest beim Auswärtsspiel in Burghausen stand am Ende der 90 Minuten die Null. Der Torwart hat indes keine Chance, wenn die Abwehr vor ihm patzt – so geschehen zuletzt im Pokalspiel gegen Paderborn und im Liga-Match gegen Regensburg. MSV-Trainer Karsten Baumann bekräftigt, dass es in Leipzig auf eine gute Abwehrleistung ankommen wird. „Wir werden uns aber bestimmt nicht hinten reinstellen, sonst werden die Wege nach vorne zu weit“, so Baumann, der zudem vermeiden will, dass „wir in Konter laufen.“

Wolze und Bajic wieder „frei“

Erst am Sonntag-Mittag will Baumann die Aufstellung bekannt geben. „Auch wenn der Topf klein ist, wir können aus dem Vollen schöpfen“, so Baumann gestern. Lediglich Jens Wissing fehlt verletzungsbedingt, ansonsten sind alle Spieler fit.

Dass Kevin Wolze nach Ablauf seiner Sperre auf der linken Mittelfeldbahn für Patrick Zoundi in die Mannschaft kommen wird, wird niemanden überraschen. Die Besetzung der beiden Innenverteidiger-Positionen birgt hingegen reichlich Brisanz. Drei Spieler stehen für zwei Plätze bereit. Und da könnte es mit Matthias Kühne, der früher für Lok Leipzig und Sachsen Leipzig spielte, ausgerechnet den Spieler erwischen, der bislang die konstantesten Leistungen im Defensivzentrum ablieferte.

Sowohl Kapitän Branimir Bajic, dessen Liga-Sperre abgelaufen ist, als auch Vize-Kapitän Markus Bollmann schossen zuletzt jeweils einen Bock, der zu einem Gegentreffer führte Im Spiel beim Aufstiegsaspiranten, den die Duisburger dreimal beobachteten, dürfte Baumann aber noch einmal den erfahrenen Kräften und den Führungsspielern vertrauen. „Ich habe schon eine Idee, aber erst am Sonntag werde ich die Mannschaft benennen“, so Baumann.

 
 

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