Der MSV Duisburg erfüllt Pflicht in Lübeck

Thomas Tartemann
Die erste Aufgabe gelöst: Trainer Milan Sasic freut sich über den Sieg im Pokalspiel.
Die erste Aufgabe gelöst: Trainer Milan Sasic freut sich über den Sieg im Pokalspiel.
Foto: imago sportfotodienst wnm

Lübeck. Der Zweitligist tat sich in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals schwer, blieb spielerisch einiges schuldig, kam aber dank einer konzentrierten Leistung in der Defensive letztlich verdient mit 2:0 beim Viertligisten VfB Lübeck weiter.

„Für unseren Verein ist der Sprung in die zweite Runde enorm wichtig“, atmete Zebra-Manager Bruno Hübner erleichtert auf. Hübner erzielte vor dem Spiel in der Hansestadt endlich Einigung mit dem Mainzer Offensivspieler Filip Trojan. Das Leihgeschäft mit dem 27-Jährigen soll am Wochenende endgültig über die Bühne gehen. Zuvor waren sich bereits der abgebende Verein Mainz 05 und der MSV handelseinig geworden. Die Zebras versuchen außerdem, bis zum Meisterschaftsstart in Osnabrück die letzte freie Kaderstelle zu besetzen. Kandidat ist Marc Stein (Hertha BSC). Stein, der als linker oder rechter Verteidiger agieren kann, wird ab Montag schon beim MSV trainieren. „Wir werden in den nächsten Tagen versuchen, die Verpflichtung finanziell zu stemmen“, so Hübner.

Neue Deckung

Der Pokalabend an der Lohmühle verlief vor 5500 Zuschauern ohne das ganz große Kribbeln. Die Duisburger hatten das Geschehen weitgehend unter Kontrolle, die Gastgeber zeigten sich zwar zweikampfstark, aber in der Vorwärtsbewegung ideenlos und am MSV-Strafraum ohne Durchschlagskraft. So hatte die überraschend zusammengestellte neue Duisburger Deckung, in der David Yelldell den Vorzug vor Marcel Herzog im Tor erhielt, wenig zu tun. Benjamin Kern löste seine Rolle als rechter Außenverteidiger gewissenhaft, im Zentrum verteidigten Bruno Soares und Daniel Reiche kompromisslos, wobei es in der Spieleröffnung mitunter ziemlich holperte.

Der als Abwehrchef eingeplante Branimir Bajic bildete zusammen mit dem als Rechtsverteidiger geholten Julian Koch das defensive Mittelfeld-Duo. Ivica Grlic saß nach überstandener Knieverletzung als Alternative auf der Bank. Im Sturm schickte MSV-Trainer Milan Sasic den Österreicher Stefan Maierhofer von Beginn an ins Gefecht. Maierhofer hielt 60 Minuten durch, tappte viermal ins Abseits, zeigte aber bei einigen Vorarbeiten positive Ansätze. So bediente er Srdjan Baljak nach 21 Minuten, doch der Kapitän verzog überhastet. Nach einer Stunde legte Maierhofer für Olcay Sahan auf, aber sein Versuch prallte vom Innenpfosten ins Feld zurück.

VfB mit Eigentor

Zu diesem Zeitpunkt lagen die Zebras 1:0 in Front. Dabei benötigte der MSV allerdings die Unterstützung des Außenseiters. Eine scharfe Hereingabe des agilen Offensivmanns Sefa Yilmaz, der sich mehrmals ein Herz aus der zweiten Reihe fasste, fälschte Lübecks Verteidiger Moritz Marheineke unhaltbar ins eigene Netz ab (50.). Sekunden zuvor entschärfte David Yelldell den ersten gefährlichen Lübecker Vorstoß mit gutem Stellungsspiel gegen André Senger. In der Nachspielzeit machte Manuel Schäffler nach einer Ecke per Knie alles klar.