Duisburg

Der MSV Duisburg braucht noch elf Punkte bis zum Saisonziel

Dank an die Fans: Die MSV-Spieler vor der Gästetribüne.
Dank an die Fans: Die MSV-Spieler vor der Gästetribüne.
Foto: Christof Köpsel/Getty

Duisburg.  Blenden wir einmal die erste Saisonphase der 2. Fußball-Bundesliga aus und schauen auf die Tabelle zwischen dem zehnten und dem 19. Spieltag, der am Mittwoch-Abend zu Ende ging, ist der MSV Duisburg Tabellenführer. Der 2:0-Erfolg beim VfL Bochum am Dienstagabend untermauerte es: Der MSV Duisburg ist im Moment die große Nummer in die Liga. So lief MSV-Präsident Ingo Wald nach der Partie mit einem breiten Grinsen durch die Katakomben des Ruhrstadions. „Alles gut“, freute sich der Vereinschef.

Der Blick auf die reale Tabelle ist aus Duisburger Sicht ebenfalls angenehm. Platz fünf nach 19 Spielen – hätte das vor der Saison jemand gesagt, MSV-Trainer Ilia Gruev hätte ihn zu einer Geldstrafe in die Mannschaftskasse verdonnert.

Nun ist es Gruevs Naturell. dass er weiterhin vom Nichtabstieg spricht. Keine Eventualitäten – 40 Punkte müssen her. Elf Zähler fehlen noch. Das sind drei Siege und zwei Unentschieden aus den letzten 15 Spielen. Es gibt höhere Hürden in einem Fußballer-Leben.

Debüt für Gartner

Die Hürde in Bochum haben die Zebras mit Bravour genommen. Einmal mehr funktionierte die Mannschaft als Kollektiv. Abgesehen von einer Drangperiode in der zweiten Halbzeit hatten die Meidericher beim kriselnden VfL alles im Griff. Die wilden Spätsommer-Tage, als der MSV auf spektakuläre Weise einige Zähler liegen ließ, erscheint ganz weit weg. Auch ein Winter kann Spaß machen.

Ilia Gruev legte den Fokus nach dem Spiel auf die kommenden Aufgaben. Der 48-Jährige sieht sein Team noch nicht am Limit. „Wir arbeiten weiterhin jeden Tag daran, die Mannschaft immer besser zu machen“, sagte der Trainer nach der Partie. Das mögen die Konkurrenten in der Liga als Drohung auffassen, für Gruev ist es der Matchplan einer gesamten Saison – abseits von Tabellenständen.

Schritt für Schritt besser

Die Mannschaft verbesserte sich in den letzten Wochen bereits Schritt für Schritt – auch weil einzelne Spieler kontinuierlich besser wurden. Das gilt vor allem für Stanislav Iljutcenko. Der Stürmer, der in der 3. Liga oft viele Wünsche und Fragen offen ließ, ist mittlerweile Leistungsträger und derzeit aus der Stammformation nicht wegzudenken. Dass „Stana“ mittlerweile auf dem Weg ist, ein verlässlicher Torschütze zu werden, ist die eine Sache. Viel wichtiger: Er ist zum Spieler herangereift, der auf dem Feld Verantwortung übernimmt und abseits der Torquote wichtige Impulse setzen kann.

Diesen Anspruch erfüllte Fabian Schnellhardt, der in der Mittelfeldzentrale in der Hinserie noch nicht an Drittligaleistungen anknüpfen konnte. Er lieferte am Dienstag in Bochum den Beweis ab, dass er auch eine Liga höher den Unterschied machen kann.

Auch Neuzugang Christian Gartner hatte seine Freude am Bochum-Spiel. Kurz vor Schluss feierte der frühere Düsseldorfer sein Debüt im MSV-Trikot und sein Zweitliga-Comeback.

 

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