Dämpfer für den MSV Duisburg bei der SV Elversberg

Dirk Retzlaff
Nachdenklich: MSV-Trainer Karsten Baumann. Die Duisburger verloren bei der SV Elversberg.
Nachdenklich: MSV-Trainer Karsten Baumann. Die Duisburger verloren bei der SV Elversberg.
Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool
Rückschlag für den MSV Duisburg: Nach den Siegen in Kiel und gegen Rostock verloren die Zebras am zwölften Drittliga-Spieltag auswärts bei der SV Elversberg 0:1 (0:0). Die Mannschaft von Trainer Karsten Baumann rutschte mit 17 Punkten vom achten auf den zehnten Rang ab.

Elversberg. Fußball-Drittligist SV Elversberg feierte die Heimkehr ins heimische Waldstadion Kaiserlinde und der MSV Duisburg war ein netter Gast. Über 500 mitgereiste Zebra-Fans bescherten den Saarländern eine stattliche Einnahme. Auch die drei Punkte gingen am Samstag auf das Konto der SVE. Durch ein Freistoßtor von Milad Salem nach 76 Minuten gewann Elversberg gegen den MSV mit 1:0 (0:0). Unter den Zuschauern weilte auch Ex-MSV-Trainer Milan Sasic, der mit dem 1.FC Saarbrücken in zwei Wochen an der Wedau zu Gast sein wird.

MSV-Trainer Karsten Baumann setzte in Elversberg wieder auf die Doppel-Sechs. Erdogan Yesilyurt musste aus der Startformation weichen, dafür rückte Tanju Öztürk wieder in die Startelf und arbeitete gemeinsam mit Kapitän Branimir Bajic im defensiven Mittelfeld.

De Wit als Dreh- und Angelpunkt

Der MSV bestimmte von Beginn an das Geschehen. Viel lief über Pierre de Wit, der das Duisburger Spiel im Mittelfeld ankurbelte. Daraus resultierten Torchancen, die die Zebras indes nicht nutzten. Kevin Wolze scheiterte aus spitzem Winkel an SVE-Keeper Kronholm (16.). Kingsley Onuegbu verstolperte den Ball im Strafraum (19.).

Fünf Minuten vor der Pause vergab der Nigerianer die bis dahin beste Möglichkeit der Gäste – aus kurzer Distanz verfehlte er das Tor. Tanju Öztürk machte es kurz vor dem Halbzeitpfiff nicht besser, als er nach einem De-Wit-Freistoß die Kugel freistehend neben das Tor köpfte.

Die Elversberger jubelten in der 36.Minute – allerdings zu früh. Frederick Kyereh traf ins MSV-Tor, doch Schiedsrichter Jonas Weickenmeier ahndete eine Abseitsstellung. Bei einem 22-Meter-Freistoß von Milad Salem war MSV-Keeper Michael Ratajczak auf dem Posten (38.).

MSV-Verteidiger Dum mit starker Leistung

Nach der Pause kam die SV Elversberg besser ins Spiel, konnte den MSV allerdings kaum ernsthaft in Gefahr bringen. Sascha Dum, der auf der linken Abwehrseite wieder eine starke Leistung zeigte, musste nach 56 Minuten mit einer Oberschenkel-Verletzung vom Platz. Für ihn kam Maximilian Güll.

In der 76.Minute erwischte es den MSV. Ausgangspunkt war ein Foul von Markus Bollmann in „Holzhacker-Manier“ vor der Strafraumgrenze. Milad Salem überwand mit seinem Freistoß die Duisburger Mauer und MSV-Torwart Ratajczak, der bei dem Treffer keine gute Figur machte.

Elfmeter nach Foul an Zoundi verweigert

In der Schlussphase drängte der MSV auf den Ausgleich. Schiedsrichter Weickenmeier verweigerte den Zebras einen klaren Elfmeter nach einem Foul von Marcel Schug an Patrick Zoundi. „Einen klareren Elfer gibt es nicht“, so MSV-Mittelfeldspieler Kevin Wolze nach der Partie. Der Schiedsrichter schickte MSV-Manager Ivo Grlic nach dessen Protesten für die letzten Minuten auf die Tribüne.

Branimir Bajic hatte in der Nachspielzeit noch die Chance auf den Ausgleich, schoss den Ball jedoch über das Tor.

„Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt. Am Ende haben wir uns wie in Wehen-Wiesbaden selbst geschlagen“, ärgerte sich MSV-Trainer Karsten Baumann. Ex-MSV-Profi Dietmar Hirsch, nun Trainer bei der SV Elversberg, freute sich über einen „schmutzigen, dreckigen Arbeitssieg.“