Breite Ablehnung des Hellmich-Konzeptes beim MSV Duisburg

Dirk Retzlaff
Beim MSV Duisburg offenbar als „Retter“ aus dem Rennen: Ex-Vereinschef Walter Hellmich.
Beim MSV Duisburg offenbar als „Retter“ aus dem Rennen: Ex-Vereinschef Walter Hellmich.
Foto: Friedhelm Geinowski / WAZ FotoPool
Beim MSV Duisburg gab es am Dienstag trotz zahlreicher Gespräche noch kein Ergebnis zur Lösung der Probleme. Dem Vernehmen nach hat Bauunternehmer Walter Hellmich sein Angebot, dem Verein finanziell zu helfen, zurückgezogen. Trotzdem soll der MSV nicht in die Insolvenz rutschen.

Duisburg. Beim finanziell stark angeschlagenen MSV Duisburg gab es auch am Dienstag noch kein Ergebnis zur Lösung der Probleme, doch dafür kam aber Bewegung in die Verhandlungen. „Es öffnen sich derzeit erstaunlich viele Türen“, sagte eine mit der Sache vertraute Person gegenüber dieser Zeitung.

Der Dienstag war geprägt von zahlreichen Gesprächen. Aufsichtsräte, Stadion-Gesellschafter, Geschäftsführer Roland Kentsch und weitere KGaA-Vertreter tauschten sich aus. In diesen Gesprächen kristallisierte sich im Verlauf des Tages eine nahezu geschlossene Linie gegen das Konzept von Ex-Vereinschef Walter Hellmich heraus. Dies zeigte offenbar prompt Wirkung. Dem Vernehmen nach hat der Bauunternehmer sein Angebot, dem Verein finanziell zu helfen, zurückgezogen.

Revalutierung des Stadionkredites ist eine Möglichkeit

Die Mitglieder des Aufsichtsrates tagten am Montag bis in den späten Abend hinein – ohne konkretes Ergebnis, aber mit dem erklärten Willen, den MSV nicht in die Insolvenz rutschen zu lassen. Diskutiert werden alternative Modelle, darunter auch die Möglichkeit der Revalutierung des Stadionkredites. So alternativlos, wie zunächst angekündigt, ist das ursprüngliche Sanierungskonzept nun offenbar doch nicht.