Benno Möhlmann im Anflug auf Duisburg

Der MSV Duisburg will nach dem 2:2 in Aachen bis Mitte der Woche seinen neuen Trainer präsentieren.

Aachen. In der aktuellen Saison ist Aachens Trainer Friedhelm Funkel im deutschen Profifußball Rekordhalter. Der VfL Bochum feuerte ihn, nur drei Tage später stand Funkel bei Alemannia Aachen auf der Matte. Beim MSV Duisburg, der gestern gegen Funkels Team am Tivoli im Keller-Duell der 2. Fußball-Bundesliga 2:2 (1:1) spielte, könnte es in dieser Woche noch schneller gehen. Bei den Zebras gilt Benno Möhlmann als Wunschkandidat. Der 57-Jährige steht allerdings noch beim Liga-Konkurrenten FC Ingolstadt in der Verantwortung.

Doch schon heute könnte Möhlmann seinen Job bei den Bayern los sein. Nach Informationen dieser Zeitung wackelt sein Stuhl in Ingolstadt nach der 2:3-Niederlage in Karlsruhe bedenklich. Sollte der FCI Möhlmann feuern, wäre er für Duisburg frei. Mit MSV-Geschäftsführer Roland Kentsch arbeitete der Coach bereits in Bielefeld zusammen.

Mitte dieser Woche Entscheidung in der Trainerfrage

Kentsch kündigte bis Mitte dieser Woche eine Entscheidung in der Trainerfrage an. Im Testspiel bei der TuS Koblenz am Donnerstag soll der neue Chefcoach bereits auf der Bank sitzen. Interimstrainer Oliver Reck hat demnach nur geringe Chancen auf eine Daueranstellung als leitender Angestellter. Die Bewerbung des 46-Jährigen fiel nach dem Spiel in Aachen auch verhalten aus. „Ich stehe für alles bereit. Aber meine Person zählt hier nicht“, so Reck, der eine schnelle Entscheidung forderte. „Das muss jetzt passieren, es ist ein wichtiges Signal.“

Mit einer 0:3-Niederlage gegen 1860 München und dem gestrigen 2:2 am Tivoli kam der MSV Duisburg in der 2. Liga nach der Entlassung von Milan Sasic nicht vom Fleck. Auch wenn Reck einen Teil seiner Aufgabe erfüllt sieht – „Ich wollte die Mannschaft aus ihrer Lethargie befreien“ – blieben viele Erwartungen unerfüllt. Reck selbst wollte gestern am Tivoli einen Sieg einfahren, und Geschäftsführer Roland Kentsch ärgerte sich maßlos darüber, wie die Mannschaft in der ausverkauften Aachener Arena zwei Punkte liegen ließ. Nur 60 Sekunden nach dem Führungstreffer zum 2:1 durch Andre Hoffmann (67.) kamen die Gastgeber zum Ausgleich – und das durch ein Eigentor von Mannschaftskapitän Branimir Bajic. „Das Verhalten nach unserem Führungstor war nicht professionell. Wir hätten heute gewinnen müssen“, sagte Kentsch.

Der MSV bestimmte das Match am Tivoli über weite Strecken – auch wenn Aachen in seinem 1000. Zweitliga-Spiel schon in der fünften Minute durch Radu per Kopf in Führung gegangen war. Die Duisburger schlugen durch Domovchiyski (29.) zurück und hatten auch nach der Pause die besseren Chancen.

Sollte sich der MSV in dieser Woche für Benno Möhlmann oder eine andere externe Lösung entscheiden, will Oliver Reck wieder als Torwartrainer für den MSV arbeiten. Reck: „Das steht in meinem Vertrag.“

 
 

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