Abenteuerliche Spekulationen um Duisburgs Sukalo

Die Spekulationen um Goran Sukalo nahmen gestern abenteuerliche Züge an. Hatte der Führungsspieler des MSV sich versehentlich aufgewärmt, ohne zu wissen, dass er gar nicht im Kader für das St.-Pauli-Spiel stand?

Duisburg. Hatte der Slowene beim Warm-Up in den Boden getreten und sich verletzt? Oder war das hochgeschnellte Fieber, das sich in den Mittagsstunden bei ihm zurückmeldete, ausschlaggebend? Sukalo stapfte wütend in die Kabine, schmiss nach einem Schlag mit der flachen Hand sogar eine Werbetafel in der Mixed-Zone um. „Mein Virusinfekt, den ich schon letzte Woche in Rostock hatte, war auf einmal wieder da. Ich hatte das wohl nicht richtig auskuriert. Ich habe zwar eine Tablette genommen und alles versucht, aber in der Verfassung hätte ich meinen Mitspielern nicht helfen können“, schlüsselte der Ex-Augsburger auf.

„Nur 80 Prozent“

„Goran hat es probiert, natürlich wollten wir ihn unbedingt dabei haben. Klar, dass alle enttäuscht sind, wenn es nicht klappt. Aber wenn ein Spieler nur zu 80 Prozent fit ist, dann geht es eben nicht“, stellte Oliver Reck fest. Den Spielberichtsbogen hatte der Coach bereits vorsorglich ohne Sukalo ausfüllen lassen. „Für den Fall, dass es doch gegangen wäre, hätten wir ihn natürlich in die Aufstellung gepackt“, so Reck, der in der nächsten Woche in Dresden wieder auf seinen Kopfballspezi setzt: „Goran wird bis dahin wieder gesund sein. Außerdem haben wir alle, die zuletzt angeschlagen waren, wieder dabei. Jetzt geht es darum, die Jungs aufzubauen und die Köpfe wieder hoch zu kriegen.“

 
 

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