36 Trikot-Sponsoren bringen dem MSV Duisburg 107 964 Euro

36 Sponsoren bilden das neue Zoologo auf der Trikotbrust.
36 Sponsoren bilden das neue Zoologo auf der Trikotbrust.
Foto: WAZ FotoPool
Der Platz im Logo auf dem neuen Trikot des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg ist ausgereizt. In letzter Minute entschied sich auch noch MSV-Vizepräsident Udo Kirmse, mit seiner Firma mitzuwirken. Der Verkauf der Jerseys soll rund 500 000 Euro einspielen.

Duisburg.. Entspannt schaute sich Björn Scheferling am Freitagvormittag die Präsentation des neuen MSV-Trikots an. Im Zoo Duisburg wurde passenderweise das Zoo-Logo, das sich aus insgesamt 36 Sponsoren, Gönnern, Fans und Künstlern zusammensetzt, präsentiert. Scheferling: „Der Platz auf der Brust ist ausgereizt, mehr Partner können dort nicht im Logo abgedruckt werden. Es ist irgendwie schön, wenn man so etwas sagen kann.“

Kurz vor Toreschluss entschied sich Vizepräsident Udo Kirmse am Donnerstagabend, auch mit seiner Firma „anuk“ als Sponsor mitzumachen. Die 36 Klubgönner zahlen jeweils 2999 Euro, damit fließen durch die Trikot-Werbepartnerschaft genau 107 964 Euro in die Klubkasse.

Da das Trikot des neuen Ausrüsters „uhlsport“ ein Verkaufsschlager werden soll, kommt auch über die Merchandise-Maschinerie noch ein stolzer Betrag zusammen. Geschäftsführer Peter Mohnhaupt: „Wir haben bisher pro Jahr 10 000 Trikots verkauft. Das ist für einen Fußball-Drittligisten eine gute Marke. Ein neues Trikot bedeutet für die Fans grundsätzlich immer einen Kaufanreiz.“

Sollte es bei der Zahl von 10 000 Shirts bleiben, die in den nächsten Wochen über die Ladentheke des Fanshops wandern, würde der MSV rund 500 000 Euro Einnahme erzielen. Intern rechnen die Verantwortlichen eher mit einem ansteigenden Absatz, da das Trikot mit dem Zoo-Emblem als besonders kultig gilt.

„Wenn ich als Sponsor, der vorne mit auf der Brust steht, nicht ohnehin ein Trikot bekäme, dann würde ich mir auf alle Fälle eins kaufen. Für meine Söhne werde ich aber zwei Exemplare zusätzlich holen“, sagt Michael Hoeper. Der Geschäftsführer eines Südlohner Logistikunternehmens zählt seit 2007 zu den Sponsoren des MSV Duisburg. Nach dem Zwangsabstieg aus der 2. Liga ruhte das Engagement. Jetzt ist Hoeper wieder dabei.

„Marschroute zielt auf Aufstieg“

„Die handelnden Personen haben zum einen großes Vertrauen geschaffen. Die Euphorie der Fans ist ebenfalls nicht zu verachten. Die Marschroute des Vereins ist auf Aufstieg ausgerichtet. Ich finde es schön, wenn man als Gönner und Förderklubmitglied in so einem Jahr dabei ist.“ Wirtschaftlich bringt das Sponsoring für Hoeper keine Vorteile. „Wir generieren durch unser Engagement in Duisburg keine Umsätze. Der MSV ist für mich ein geiler Verein. Die Nähe zu Fans und Sponsoren ist hier anders. Der Kontakt wird gepflegt, weil der Verein weiß, dass er um jeden kämpfen muss. Bayern München müsste das so nicht machen.“

Die Idee zur Kooperation mit dem Tierpark am Kaiserberg entstand bei einem Blick auf das Plakat zum 80-jährigen Zoogeburtstag. Peter Mohnhaupt: „Innerhalb von ein, zwei Tagen ist das Ganze gereift. Der MSV trägt den Zoo jetzt als bundesweiter Werbeträger durch ganz Deutschland.“ Zoochef Achim Winkler strahlt: „Als der MSV mit der Idee auf uns zukam, haben wir gleich einen Zebrasprung gemacht.“

 
 

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