Mesut Özil: Unsäglicher Vergleich zeigt, dass er nichts verstanden hat

Mesut Özil hat in einem großen Interview zum riesigen Rundumschlag ausgeholt.
Mesut Özil hat in einem großen Interview zum riesigen Rundumschlag ausgeholt.
Foto: imago/Sven Simon

Mehr als ein Jahr nach dem großen Skandal um das Foto mit ihm, Nationalmannschaftskollege Ilkay Gündogan und dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan hat Mesut Özil schwere Vorwürfe gegen die deutsche Gesellschaft erhoben. Seine Ausführungen sind dumm und unverschämt, und immer noch fehlt jede Einsicht. Ein Kommentar.

Mesut Özil will nach wie vor nicht einsehen, dass es mehr als unglücklich ist, wenn deutsche Nationalspieler sich für den Wahlkampf eines Despoten hergeben, wie Özil und Gündogan es im Mai 2018 getan hatten. Stattdessen sieht Mesut Özil sich immer noch als Opfer.

Mesut Özil kritisiert DFB-Team

„Nach dem Foto fühlte ich mich nicht mehr geschützt, ich fühlte mich nicht mehr respektiert“, sagt Özil dem Portal „The Athletic“: „Aus der Nationalmannschaft hat sich anschließend niemand vor mich gestellt und gesagt: ‚Das reicht jetzt. Das ist unser Spieler.‘ Jeder hat einfach geschwiegen und es geschehen lassen.“

Dass damals niemand an Özils Seite sprang und ihn verteidigte, lag ganz einfach daran, dass es nichts zu verteidigen gab. Özil hatte sich von Erdogan für dessen politische Zwecke instrumentalisieren lassen und nie den Hauch von Reue gezeigt.

Özil rechtfertigt Erdogan-Unterstützung

Dass Özil einen Demokratie-Feind wie Erdogan unterstützt, findet der 31-Jährige sogar vollkommen in Ordnung. „Er ist der Präsident der Türkei, und dieser Person werde ich immer meinen Respekt erweisen – ganz egal, wer das ist“, sagt Özil: „Ich bin zwar in Deutschland geboren und aufgewachsen, aber die Türkei ist Teil meines Erbes.“

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Dann zieht Özil einen unsäglichen Vergleich, indem er den Bogen von seinem persönlichen Fehltritt zum schrecklichen Anschlag in Halle spannt. „In Deutschland gibt es große Probleme. Man muss sich doch nur anschauen, was in Halle passiert ist. Schon wieder eine antisemitische Attacke“, sagt Özil: „Rassismus ist unglücklicherweise nicht nur ein Thema am rechten Rand des Landes, er kommt aus der Mitte der Gesellschaft.“

Ein unsäglicher Vergleich

Den schlimmen Amoklauf von Halle als Sinnbild für eine angeblich schwer rassistische deutsche Gesellschaft zu nutzen, nur um sich selbst als Opfer eben dieser Gesellschaft darzustellen, ist falsch und unverschämt – vor allem dann, wenn Özils türkische Wurzeln in dieser Debatte nie das eigentliche Thema waren.

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Was die deutsche Öffentlichkeit von Anfang an so ärgerte, war der Umstand, dass deutsche Nationalspieler einen Diktator unterstützen. Die Herkunft des Despoten und die Wurzeln der Nationalspieler waren dabei irrelevant. Wenn andere deutsche Nationalspieler sich von anderen Demokratie-Feinden wie Wladimir Putin oder Donald Trump vor den Karren spannen ließen, wäre der berechtigte Aufschrei in Deutschland ebenfalls groß.

Özils Karriereende naht

Mesut Özil sieht seine Karriere offenbar gerade den Bach runtergehen und wollte wohl noch ein letztes Mal zu einem großen Rundumschlag ausholen, ehe er endgültig von der Bildfläche verschwindet. Aus der Nationalmannschaft war er zurückgetreten und offensichtlich nur einer künftigen Nichtberücksichtigung von Bundestrainer Joachim Löw zuvorgekommen. Bei seinem Verein FC Arsenal stand er zuletzt nicht mal mehr im Kader.

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Mesut Özils Tage scheinen gezählt

Es scheint, als seien die Tage des Fußballprofis Mesut Özil gezählt. Diesen Spieler wird in der Fußballwelt so schnell kein Fan vermissen.

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