Mesut Özil: Dieser türkische Erstligist zeigt Solidarität mit dem deutschen Ex-Nationalspieler

Mesut Özil hat turbulente Wochen hinter sich.
Mesut Özil hat turbulente Wochen hinter sich.
Foto: imago/Sven Simon

Malatya. Nach seinem Rücktritt und Rassismus-Vorwürfen in Richtung DFB erhält Mesut Özil jetzt Unterstützung eines türkischen Erstligisten!

Vor dem Testspiel gegen Gazişehir Gaziantep lief der türkische Erstligist Malatyaspor in Pro-Özil-Shirts ins Stadion ein.

Türkischer Erstligist Malatyaspor unterstützt Mesut Özil: „Nein zu Rassismus“

Auf dem Shirt ist ein Foto von Mesut Özil mit dem Schriftzug: „Wir sind alle bei dir. Nein zu Rassismus.“

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Auf Instagram schrieb der Verein außerdem: „Unsere Fußballer sind mit den Shirts aufs Feld, um zu zeigen, dass sie Mesut Özil unterstützen. Gut gemacht Löwen! Jeder soll Mesut Özil in den Kommentaren verlinken, Freunde!“

Das Freundschaftsspiel gewann Malatyaspor übrigens mit 2:1.

Özils Rücktritt und eine Rassismus-Debatte

Mesut Özil hatte vor zwei Wochen seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. In drei Statements hatte er seinen Abschied von der Nationalmannschaft erklärt und dabei heftige Vorwürfe gegen DFB-Präsident Reinhard Grindel, einige Sponsoren und Medien geäußert.

Seitdem war eine wilde Rassismus-Debatte in Deutschland entbrannt. Bayern-Vorstandvorsitzender Karl-Heinz Rummenige nannte das ganze eine „Phantomdiskussion“, „eine Fabel, die von seinen Beratern erzählt wird.“

NRW-Minister Armin Laschet dagegen stellte sich hinter Özil und kritisiert den DFB: „Das Erdogan-Foto war ein Fehler, ohne jeden Zweifel. Aber dass dem DFB drei Wochen nach der Niederlage gegen Südkorea einfällt, dass es ja ein Foto mit Erdogan gab, ist eine absurde sportliche Analyse des WM-Ausscheidens.“

Neuer und Müller äußern sich

Zuletzt hatten sich auch zwei seiner ehemaligen Teamkollegen aus der Nationalmannschaft geäußert. Thomas Müller bewertete die Debatte als eine als „heuchlerische Diskussion, die von den Medien mitgetragen wird."

Kapitän Manuel Neuer sagte der Süddeutschen Zeitung: "Wir haben immer versucht, alle Spieler zu integrieren, und haben auch alles für unsere Mitspieler getan, damit jeder auch mit einem guten Gefühl in die Spiele geht." (ms)

 
 

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