Löw hat schon verlängert - was passiert mit Flick?

Löw würde Flick keine Steine in den Weg legen.
Löw würde Flick keine Steine in den Weg legen.
Foto: Getty
Dass Joachim Löw seinen Vertrag als Bundestrainer bis 2016 verlängern wird, ist bereits bekannt, die offizielle Verkündung steht kurz bevor. Scheitert die Nationalelf jedoch bei der WM, ist der Vertrag hinfällig. Interessant ist aber noch die Frage: Wird Hansi Flick Sportdirektor oder bleibt der Posten unbesetzt? Ein Kommentar.

Essen. Weil die „üblichen Mechanismen im Fußball“ keine Erfindung böswilliger Medien sind, sondern real existieren wie einst der Staatssozialismus auf deutschem Boden, muss angemerkt werden: Bundestrainer Joachim Löw und der Deutsche Fußball-Bund haben sich auf eine neue Vertragslaufzeit bis ins Jahr 2016 hinein geeinigt und verkünden dies am Freitag.

Der Vertrag mit seinen Inhalten ist aber unsinnig. Sollte die Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Brasilien fatal scheitern, wird Löw die Bank räumen müssen.

Fahndung nach persönlicher Verantwortung

Schlimmer: Nicht einmal eine Diskussion von Spiel zu Spiel, nicht einmal das nach Negativerlebnissen zweiflerische Anfragen, wie denn im Bundestrainer-Fall gerade so der Stand der Dinge sei, kann DFB-Präsident Wolfgang Niersbach durch den Vertragsschluss verhindern.

Zu den „üblichen Mechanismen des Fußballs als Medien-Monumental-Ereignis“ gehört nämlich, dass ohne Unterlass nach persönlicher Verantwortung gefahndet wird.

Belanglosigkeit des Sportdirektor-Postens

Der Vertrag drückt also nichts aus als die Sehnsucht nach einem Verlauf der WM, der die Fortsetzung der außerordentlich erfolgreichen und die Fans mit spektakulärem Fußball verwöhnenden Zusammenarbeit ermöglicht, nach einer Vernunft, die im trüben Zeitalter eingeschliffener Mechanismen einfach nicht waltet.

Tatsächlich von Gewicht ist deshalb am Freitag nur die Antwort auf die Frage: Wie begründet der DFB, dass das Amt des Sportdirektors bis Juli 2014 unbesetzt bleiben soll? Ohne eine gute Antwort wird Hansi Flick vom Co-Coach-Posten auf einen wechseln, dessen Belanglosigkeit sich kristallklar offenbart hat.

 
 

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