Laut Neururer kann der BVB die Saison der Bayern "zunichte machen"

VfL Bochums Trainer Peter Neururer glaubt, dass es im Finale keinen Favoriten gibt.
VfL Bochums Trainer Peter Neururer glaubt, dass es im Finale keinen Favoriten gibt.
Foto: Udo Kreikenbohm/WAZ FotoPool
Eigentlich hätte Peter Neururer lieber den FC Schalke im Champions-League-Finale in Wembley gesehen. Aber der Bochumer Trainer bekennt in unserem kurzen Interview, dass sowohl Borussia Dortmund als die Bayern verdient im Endspiel stehen. Vier Fragen an Neururer.

Bochum. Herr Neururer, wer ist für Sie der Favorit in London am kommenden Samstag?

Peter Neururer: Das ist ganz einfach und schnell definiert: In diesem Spiel gibt es keinen Favoriten. Wenn man die Saison nimmt, müsste eigentlich Bayern München der sogenannte Favorit sein, keine Frage. Aber in der Champions League haben beide Mannschaften hervorragende Leistungen abgeliefert, so dass sowohl Borussia Dortmund, als auch die Bayern zu Recht im Finale stehen.

Aber wer hat am Ende die Nase vorne?

Neururer: Auf Grund der individuellen Stärken glaube ich, dass die Bayern die Nase ein bisschen vorne haben. Anderseits liegt der Druck mehr bei den Münchenern. Die Dortmunder können nur gewinnen und in einem Spiel die Saison der Bayern zunichte machen – eine Saison, in der die Bayern die Liga total dominiert haben. Bayern hat eine Menge zu verlieren, obwohl sie schon einiges gewonnen haben.

Persönliche Favoriten auf den Sieg – zum Beispiel vielleicht Jupp Heynckes, der nach der Saison in Rente geht?

Champions League-Finale Neururer: Wenn wir es an den Trainern festmachen (lacht): Auch wenn Kloppo ein guter Kollege von mir ist und ich ihm vieles gönnen würde, aber wenn wir es nur auf die Trainer fokussieren: Es ist das letzte Spiel von Jupp Heynckes und deshalb gönne ich ihm diesen Sieg. Kloppo kann bei einem anderen Verein möglicherweise in Zukunft auch noch mal die Champions League gewinnen.

Wo werden Sie das Finale verfolgen?

Neururer: Ich weiß noch nicht, ob ich nach London fahre oder nicht. Bei einer anderen Beteiligung wäre ich mit Sicherheit hingefahren. Wir werden abwarten.

 
 

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