Kevin Kampl spielt im Kampf der Konzerne eine Hauptrolle

Dominik Hamers
Kevin Kampl trifft am Freitag auf alte Bekannte.
Kevin Kampl trifft am Freitag auf alte Bekannte.
Foto: Kai Kitschenberg
Der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen trifft auf RB Leipzig – den deutschen Partner-Klub seines Ex-Vereins Red Bull Salzburg.

Leverkusen. Fußball-Romantiker können dieser Begegnung nur wenig abgewinnen. RB Leipzig ist bei Bayer Leverkusen zu Gast (Freitag, 20.30 Uhr, live in unserem Ticker). Die Idealisten sprechen da von einem „Kampf der Konzerne“, von Bayer gegen Red Bull, von „Pillen gegen Brause“.

Für Kevin Kampl ist es jedoch ein besonderes Spiel. Der slowenische Nationalspieler hat für RB Salzburg gespielt, den Partner-Klub von RB Leipzig, derzeit steht der Mittelfeldspieler in Leverkusen unter Vertrag. Und ganz nebenbei trifft er noch einen alten Bekannten: Ralph Hasenhüttl, heute Trainer beim Bundesliga-Aufsteiger. Zwei Monate trainierte er unter ihm, nachdem er zuvor vom Drittligisten VfL Osnabrück zum Zweitligisten VfR Aalen gekommen war. Kontakt, sagt Kampl, habe er zu dem Österreicher allerdings nicht mehr.

Rangnick holte ihn nach Österreich

Zu Ralf Rangnick hingegen schon. Der ehemalige Trainer von Schalke 04 holte den 26-Jährigen zum Ende der gleichen Wechselfrist, in der er aus Osnabrück gekommen war, aus Aalen nach Österreich. Dort war Rangnick Sportdirektor, gleichzeitig war er für die Entwicklung beim deutschen Red-Bull-Klub in Leipzig verantwortlich. Er erkannte Kampls Fähigkeiten und legte damals drei Millionen Euro Ablöse auf den Tisch. „Verhältnismäßig viel Geld“, sei das gewesen, sagt Kampl und ergänzt: „Was auch nicht selbstverständlich ist für jemanden, der erst in die Zweite Liga gekommen ist.“

Sein Aufstieg verlief schneller als der der Leipziger. Während die „Roten Bullen“ erst im Sommer 2016 den Aufstieg schafften, war Kampl im Winter 2014 für rund zwölf Millionen Euro von RB Salzburg zu Borussia Dortmund gewechselt. Der Kontakt zu Rangnick riss auch damals nicht ab: „Er hat auch gesehen, dass es eine schwierige Zeit für mich war und ich nicht so glücklich mit der Situation war.“

Als der gebürtige Solinger im August 2015 für elf Millionen Euro nach Leverkusen wechselte, hatte wieder ein alter Weggefährte seine Finger im Spiel. Mit RB Salzburg und Roger Schmidt, heute Trainer bei Bayer, holte Kampl 2014 das Double in Österreich. Natürlich will er mit Schmidt auch in Leverkusen erfolgreich sein. Erst recht am Freitag, wenn Leipzig kommt.