Kampf gegen gewaltbereite Fußballfans: Polizisten stürmten Bus – als sie die Insassen sahen, wurde es peinlich

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Hamburg. Dieser Schuss ging mal ordentlich nach hinten los…

Vor dem Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen hatte die Hamburger Polizei ein großes Ziel: die gewaltsuchende Bremer Szene vom Spiel fernhalten.

Der vorbildlichen Zielsetzung folgte dann allerdings eine eher wenige schulbuchmäßige Umsetzung. Mit acht Polizeiwagen umzingelten die Beamten auf der Autobahn einen Bus. Sie waren sich sicher, dass sich in dem Bus eine große Gruppe Werder-Ultras befand.

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Handballer statt „Hooligans“

Die Beamten eskortierten den Bus auf den Parkplatz einer Tankstelle und stürmten den Bus sofort. Kaum hatten die Polizisten den Innenraum betreten und erste Personalien überprüft, wurde schnell klar: Bei den Männern handelte es sich keineswegs um Werder-Fans.

Die Polizei hatte stattdessen den Mannschaftsbus des Handball-Drittligisten HSV Hannover gestürmt. Die Truppe war gerade auf dem Weg zum Auswärtsspiel beim DHK Flensburg.

„Die standen plötzlich mit Sturmmaske und Helmen vor uns“, so Trainer Stephan Lux auf der Vereins-Homepage.

Polizisten rammten Teambus

Dann kam es knüppeldick für die Handballer. Zwar sah die Polizei schnell ein, dass es sich um eine Verwechslung handelte, „doch dummerweise hatte ein Polizeiwagen den Bus angeditscht. Bis die Hamburger Dorfsheriffs den Schaden aufgenommen hatten, war eine Stunde futsch“, heißt es im Bericht des Handballvereins.

Der Bus stand anschließend noch im Stau, so dass die Mannschaft so gerade noch rechtzeitig zum Anpfiff in Flensburg ankam, wo es für das Team aus Hannover auch noch eine 26:35-Pleite setzte.

Hannover nahm's trotzdem mit Humor und veröffentlichte bei Facebook ein Foto der wartenden Spieler an der Tankstelle sowie ein Bild aus dem Kultfilm „Hooligans“ mit Elijah Wood.

 

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