Joachim Löw: Folgt eine Bundestrainerin? Spruch von Waldemar Hartmann sorgt für Ärger – „Wirklich widerlich“

Joachim Löw (links) und TV-Experte Waldemar Hartmann.
Joachim Löw (links) und TV-Experte Waldemar Hartmann.
Foto: dpa/Federico Gambarini, dpa/Janne Kieselbach

Ist das im Jahr 2020 wirklich ein undenkbares Szenario?

Der Trainerstuhl von Joachim Löw gerät immer mehr ins Straucheln. Nach dem 0:6-Debakel gegen Spanien werden die Rufe nach einem neuen Bundestrainer lauter. Oder könnte auf die Löw-Ära diesmal vielleicht eine Frau als Bundestrainerin folgen?

Der ehemalige Sportreporter Waldemar Hartmann hat sich dazu in einem Interview geäußert – und lautstarke Empörung ausgelöst.

Joachim Löw: Frau als Nachfolgerin? Hartmann mit umstrittenem Statement

Im „Deutsche Welle“-Interview war der ehemalige Moderator als Experte zugeschaltet, um seine Einschätzung zu möglichen Löw-Alternativen abzugeben.

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Eine Rückfrage überraschte Hartmann sichtlich. „Welche Frau könnten sie sich vielleicht als Löws Nachfolgerin vorstellen?“, hakte der Moderator nach der Diskussion einer Reihe möglicher Kandidaten nach. Der überrumpelte Hartmann rückversicherte sich, ob er die Frage richtig verstanden habe: „Als Bundestrainer?“ Dann ließ sich der 72-Jährige zu einem Kommentar hinreißen, der auf große Empörung in den sozialen Netzwerken stößt: „Ich weiß ja nicht, vielleicht als Werbeperson bei Nivea, aber als Bundestrainerin? Keine.“

Auf die Frage, ob Deutschland „noch nicht soweit“ sei, dass eine Frau die Nationalmannschaft der Herren trainieren könnte, antwortete Hartmann vielsagend: „Nicht nur Deutschland - ich auch nicht!“

Viele Twitter-Nutzer sind sich einig: „Waldi“ wird durch diese Frage als Macho mit veralteten Ansichten enttarnt.

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Twitter-Reaktionen auf Waldemar Hartmann:

  • „Hoffentlich warten wir mit gesellschaftlicher Veränderung nicht, bis Waldemar Hartmann bereit dafür ist“
  • „Das Problem sind Leute wie Waldemar Hartmann“
  • „Ich bin auch nicht bereit, Waldemar Hartmann noch irgendwo als „Experte“ zu ertragen“
  • „Waldemar Hartmann spielt seine gesamte Erfahrung mit Tiefpunkten aus“
  • „Selten haben mich 34 Sekunden so wütend und deprimiert gemacht“
  • „Waldemar Hartmann ist noch nicht so weit. Sei nicht wie Waldemar Hartmann“
  • „Ganz gleich, dass mir aktuell auch keine Kandidatin einfällt, aber die völlig unnötige Diskriminierung und Diskreditierung eines ganzen Geschlechts, runtergebrochen aufs Äußere... wirklich widerlich“

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Während unter Fans und Experten bereits über mögliche Löw-Nachfolger diskutiert wird, stellt sich der DFB derweil noch hinter den Bundestrainer.

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Top-News aus dem Sport:

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Jedoch soll sich die gesamte sportliche Leitung der Nationalmannschaft (neben Löw auch sein Assistent Marcus Sorg und Torwarttrainer Andreas Köpke) gemeinsam mit Nationalelf-Direktor Oliver Bierhoff in zwei Wochen vor dem DFB-Präsidium erklären. Eine Job-Garantie für Löw, so berichtet die „Bild“ aus Insider-Kreisen, gibt es dabei nicht.

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Klopp als Nachfolger?

Als Wunsch-Nachfolger der Deutschen gilt Liverpool-Coach Jürgen Klopp. Der 53-Jährige erteilte aber jetzt eine Absage. "In Zukunft vielleicht. Jetzt? Nein. Ich habe keine Zeit, ich habe einen Job - einen ziemlich intensiven übrigens", antwortete er auf die Frage, ob er sich die Abreit als Bundestrainer vorstellen könne.

Bierhoff zum Rapport

Oliver Bierhoff muss am 4. Dezember zum Rapport beim DFB-Präsidium und Aufklärung für die 0:6-Klatsche betreiben. Was er dort erklären muss und warum nicht etwa Löw vorstellig werden muss, erfährst du hier >>> (the)

 
 

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