Ivan Perisic zum FC Bayern München: Warum der Deal so gefährlich ist

Ivan Perisic spielt in dieser Saison für den FC Bayern München.
Ivan Perisic spielt in dieser Saison für den FC Bayern München.
Foto: imago sportfotodienst

Den Verletzungs-Schock um Leroy Sané hat der FC Bayern München offenbar schnell abgeschüttelt und in Ivan Perisic einen Ersatz gefunden. Der Kroate wird für ein Jahr von Inter Mailand an den deutschen Meister ausgeliehen – inklusive anschließender Kaufoption in Höhe von rund 20 Millionen Euro. Ein gefährlicher Deal für die Bayern!

Die Ausgangslage des FCB: Die Münchner brauchten unbedingt einen Flügelstürmer von Top-Format. Schließlich waren Serge Gnabry und Kingsley Coman bis zuletzt die einzigen erfahrenen offensiven Außenbahnspieler im Kader der Bayern, und die beiden Youngster brauchen bei der Dreifach-Belastung der Bayern regelmäßig Verschnaufpausen.

Ivan Perisic zum FC Bayern München?

Das bringt Ivan Perisic mit: Der Kroate besitzt die sportliche Klasse, um als adäquater Ersatz für Coman und Gnabry zu dienen. Der 30-Jährige verfügt sicher nicht über das gewaltige Potenzial eines Leroy Sané, aber zumindest über die deutlich größere Erfahrung.

Diese Gefahren birgt der Deal: Perisic ist in der Offensive nicht so variabel einsetzbar wie Sané. Der Kroate fühlt sich einzig auf der linken Außenbahn wohl. Zu Beginn seiner Karriere durfte er auch mal im Sturmzentrum, hinter den Spitzen oder auf dem rechten Flügel ran. Zuletzt spielte er aber nur noch stur vorne links.

Perisic und das Temperament

Während die mangelnde Variabilität in seinem Spiel nur eine geringe Schwachstelle darstellt, wird das Temperament des Kroaten hingegen immer mal wieder zu einem größeren Problem. In hart umkämpften Spielen wandelt Perisic häufig am Rande zur Roten Karte.

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Und genau solche Unbeherrschtheiten wollen die Bayern in dieser Saison um jeden Preis vermeiden. Schließlich war es solch ein undiszipliniertes Verhalten auf und neben dem Platz, was den Bayern in der Hinrunde der Vorsaison so große Probleme einbrachte.

Stunk auf der Bank?

Das Perisic-Temperament könnte den Bayern aber nicht nur Platzverweise einbringen, sondern auch eine Menge Stunk auf der Bank. Denn Perisic muss sich bewusst sein: Bei den Bayern hat er definitiv keine Stammplatz-Garantie. Ganz im Gegenteil: Hinter Gnabry und Coman wird Perisic vorerst nur die zweite Geige spielen.

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Italienischen Medienberichten zufolge woltle Inter-Coach Antonio Conte den Kroaten auch deswegen loswerden, weil der Italiener Angst hat, dass Perisic sich mit seiner Rolle auf der Bank nur ungerne zufrieden gibt.

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